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Senden

02.05.2018

Tausende tanzen auf dem Festplatz in den Mai

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3 Bilder
Großer Tanz in den Mai in Senden: Tausende Besucher sind zu der Feier auf dem Festplatz gekommen. 
Bild: Andreas Brücken

Senden bekommt eine Party gesponsert. Der Bürgermeister spricht von einem Höhepunkt seiner Amtszeit. Doch es kommen weniger Besucher als gedacht.

Wenn man dem Zunftmeister des Narrenvereins Illertal Dämonen glauben mag, war diese Party längst überfällig. „Endlich ist mal was los in Senden, das war dringend nötig“, sagt Andy Daufratshofer. Er ist einer der Helfer von 15 örtlichen Vereinen, die sich am Montagabend auf der Tanz-in-den-Mai-Party auf dem Festplatz in Senden um die Verpflegung der Gäste kümmern.

Die Vorgeschichte zu dem Fest: Der Gastgeber, der Radiosender Antenne Bayern, hatte den Sendenern, wie berichtet, vor zehn Tagen ihren Maibaum gestohlen. Nachdem die Bürger die Auslöseforderung erfüllt hatten, bekam die Stadt den Baum wieder zurück – und zusätzlich eine kostenlose Party für alle. Seit Jahren organisiert der Radiosender Veranstaltungen wie diese, hin und wieder auch mit bekannten Überraschungsgästen. Auf einen Promi warten die Sendener an diesem Abend allerdings vergeblich. Stattdessen treten eine Cover-Band und ein DJ aus den eigenen Reihen des Veranstalters auf.

Die Absperrungen und die großzügige Umzäunung des Platzes lassen darauf schließen, dass die Veranstalter mit mehr Menschen gerechnet hatten, als tatsächlich gekommen sind. Bürgermeister Raphael Bögge spricht während des Festes von etwa 4000 Besuchern, die Veranstalter am nächsten Tag von 8000. Zumindest die ersten drei Stunden des Festes gehen gemächlich vonstatten. Neben der Cover-Band gibt es einige kleine Spiele, die jedoch wenig Anklang finden. „Ehrlich gesagt hatte ich gedacht, dass mehr los ist“, sagt Melanie Elsner aus Senden. Den Bürgermeister hingegen kann die Besucherzahl nicht betrüben. „In Senden ist ein ganz neues Wir-Gefühl entstanden“, sagt Bögge begeistert. Er könne sich vorstellen, dass es in Zukunft öfter Feste dieser Art in Senden geben könnte und spricht gar von einem Höhepunkt seiner Amtszeit.

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Der Höhepunkt der Veranstaltung selbst ist später auf der Bühne zu finden: Radiomoderator Florian Weiss. Er tritt als DJ auf, ursprünglich kommt er aus Neu-Ulm. „Meine Mama und viele meiner früheren Kumpels sind heute im Publikum“, sagt Weiss. Während er die Lieder vom DJ-Pult aus mischt, tanzen vier junge Frauen in kurzen schwarzen Hosen und Firmenshirts des Veranstalters auf der Bühne.

Die Stimmung ist aufgelockert, die Besucher tanzen selbst zur Musik unter freiem Himmel. Sie kommen aus Senden, aus der näheren Umgebung, einige sogar aus Augsburg. Obwohl manche Besucher einen prominenteren Stargast erwartet hatten, sind sie zufrieden mit dem Fest. „So etwas gibt es hier viel zu selten, eigentlich nur am Schwörwochenende“, sagt das Ehepaar Lisa und Daniel Spoerlein. Bögge ergänzt: „Das hier kann großen Nachahmungscharakter haben.“

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