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20.03.2020

Trauer um das Sendener Urgestein Erwin Rogg

Erwin Rogg

Der langjährige Feuerwehrkommandant und Bürgermeister Erwin Rogg ist gestorben. Er war bis ins hohe Alter fit.

Von Sendener Festen, Konzerten und Zusammenkünften war er jahrzehntelang nicht wegzudenken: Erwin Rogg hieß die Besucher stets mit verschmitztem Lächeln und kurz gefasster Rede im Namen der Stadt willkommen. Zweiter und Dritter Bürgermeister, langjähriger Feuerwehrkommandant, Bezirkskaminkehrermeister und Ehrenbürger – es sind viele Ämter und Funktionen, in denen die Sendener Erwin Rogg im Lauf der Zeit kennengelernt haben. Am 11. März ist Rogg nun im Alter von 92 Jahren gestorben.

Der gebürtige Obergünzburger hatte seine Laufbahn als Kommunalpolitiker bereits in seiner Heimat begonnen: Er war von 1960 bis 1965 Mitglied des Gemeinderats Irsee. Von 1971 bis 2014 gehörte er dann als Mitglied der Freien Wähler dem Sendener Stadtrat an und blieb dort insgesamt 43 Jahre lang aktiv dabei. Von 1971 bis 1978 und von 1991 bis 2002 nahm er das Amt des Zweiten Bürgermeisters wahr, von 1984 bis 1990 und von 2002 bis 2008 war Rogg dann Dritter Bürgermeister der Illerstadt.

Erwin Rogg war politisch sehr aktiv

Zwischen 1960 und 1965 war er außerdem Mitglied des Kreistags in Kaufbeuren. Im Neu-Ulmer Kreistag hatte Rogg von 1972 bis 1984 und von 1996 bis 2008 ein Mandat.

Trauer um das Sendener Urgestein Erwin Rogg

1989 erhielt der Sendener für sein Wirken das Bundesverdienstkreuz am Bande – eine von zahlreichen Auszeichnungen. Bei der Verleihung der kommunalen Verdienstmedaille an Rogg im Jahr 2005 wurde er für sein langjähriges Engagement und das Setzen wichtiger Impulse auf Stadt- und Kreisebene geehrt.

So hieß es in der Laudatio: Im Rahmen seiner kommunalpolitischen Arbeit habe er zukunftsweisende Entwicklungen der Stadt – beispielsweise die Gründung der Wirtschaftsschule, der Musikschule, den Bau des Hallenbads und des Bürgerhauses, des Seniorentreffs und des Feuerwehrhauses – mitgestaltet.

Die Feuerwehr lag Erwin Rogg am Herzen

Unter anderem war Rogg im Jugendhilfeausschuss sowie im Ausschuss für Soziales und Senioren tätig. Im Jahr 2007, zu seinem 80. Geburtstag, ernannte ihn die Stadt dann zum Ehrenbürger. Bis zum Alter von 85 Jahren blieb Rogg Sendener Stadtrat, er wurde im Mai 2014 aus diesem Amt verabschiedet.

Doch die politische Arbeit war nur ein Teil seines Wirkens. Denn zeitlebens setzte er sich als Feuerwehrmann, Kommandant und Kreisbrandmeister für seine Mitmenschen ein. Bereits 1942 begann Rogg, im Heimatort Irsee im Allgäu, seinen Dienst bei der Feuerwehr und blieb bis zum Höchstalter von 60 Jahren aktiv, unter anderem als Kreisbrandinspektor. Die Sendener Freiwillige Feuerwehr hat Rogg in seinen 20 Jahren als Kommandant entscheidend mitgeprägt. 1988 ernannte ihn die Wehr zu ihrem Ehrenkommandanten. Rogg sorgte außerdem für Feuerwehrnachwuchs in der eigenen Familie: Sohn Helmut fungierte ebenfalls jahrzehntelang als Sendener Kommandant, auch Sohn Thomas sowie Enkelsohn Andreas sind bis heute bei der Feuerwehr aktiv.

Privat liebte der Vater von vier Kindern das Reisen und er hielt sein Interesse an der Feuerwehr und an der Stadtpolitik bis ins hohe Alter wach.

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