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Ehrenamt

18.01.2020

Vereinsring: Neuer Vorstand erst im Juni

Auf der jüngsten Sitzung beschließen die Mitglieder, die Wahl zu verschieben

Brainstorming war das Zauberwort bei der Vereinsringsitzung in Pfuhl am Donnerstagabend. Im Haus der Musik herrschten wahrlich moderate Töne, obwohl an diesem Abend (noch) kein neuer Vorsitzender als Nachfolger von Stefan Mayer gefunden werden konnte. Fest steht indes, dass der seit mehr als 30 Jahren bestehende Vereinsring nicht aufgelöst wird und erst im Juni (statt im Februar) soll gewählt werden. Derweil plagen die Vereine auch noch ganz andere Sorgen.

Mit Jürgen Mohn holte sich der Vorstand den Eventmanager und Pfuhler TSV-Geschäftsführer ins Boot, um nach Zukunftsideen zu suchen. Der Manager wartete in der Mitgliederversammlung mit Brainstorming auf. Und dabei verlief alles erstaunlich ruhig, reibungslos und ohne böse Diskussion. Das Ergebnis: Der Vereinsring wird nicht aufgelöst, gewählt wird im Juni. Bis dahin soll dann die künftige Mannschaft stehen. Ein wichtiger Punkt, an den der scheidende Vorsitzende Stefan Mayer, der am 1. Januar 2016 sein Amt antrat, erinnerte: Auch sein Stellvertreter Klaus Trett, der seit 15 Jahren dabei sei, kandidiere nicht mehr. Lob gab es vom SPD-Vertreter Günter Kammerer, der sein Kompliment an den Vorstand verteilte, Mohn hob die positive Stimmung hervor.

„Wir machen es uns nicht einfach“, betonte indes Stefan Mayer, denn „nur gemeinsam sind wir stark“, jeder sei deshalb gefordert. Vorstellen könnte er sich künftig eine „erweiterte Vorstandschaft“ und die Verteilung der Aufgaben auf mehrere Schultern. Dann schmunzelte er: „Es könnte ja dann sein, dass ich nochmals ,Ja‘ sage“. Er erinnerte an den Ehrenvorsitzenden Hans Schäufele – er war fast 30 Jahre lang Vorsitzender des Vereinsrings – der während seiner Amtszeit mehrmals zurücktreten wollte – doch immer fehlte der Nachfolger.

Während der Versammlung wurde auch über derzeitige Probleme gesprochen. Die vorläufige Bilanz: An erster Stelle stand aus emotionaler Sicht die fehlende Kommunikation zwischen den Vereinen; an zweiter Stelle hieß es, es herrsche kein Zusammenhalt und an dritter Stelle stand die fehlende Kompromissbereitschaft. Zugleich bemängelten die Vereinsvertreter auf der „inhaltlichen Ebene“ an erster Stelle das Generationenproblem, gefolgt von der städtischen Bürokratie und an der fehlenden Außendarstellung.

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