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Senden

21.05.2019

Wita mit Witz: Jugendorchester feiert zehnten Geburtstag

Das Jugendorchester Wita unter der Leitung von Dirigent Rani Rezek erntete in Senden nicht nur für die Konzertleistung großes Lob.
Bild: Angela Häusler

Vor zehn Jahren gründeten mehrere Vereine das Ensemble. Bei einem Auftritt in Senden erleben Zuhörer dessen Spiel- und Experimentierfreude.

Musikbegeistert und ziemlich originell – so haben sich die Mitglieder des Jugendorchesters Wita bei ihrem Geburtstagskonzert im Bürgerhaus Senden präsentiert. Das Ensemble feierte sein zehnjähriges Bestehen mit einem kreativen Querschnitt durch sein musikalisches Repertoire.

Schnell hat sich das derzeit 40-Musiker zählende Orchester nach seiner Gründung 2009 den Ruf eines experimentierfreudigen Klangkörpers erarbeitet, der gleichzeitig mit solider musikalischer Leistung punktet. Dirigent Rani Rezek, von Anfang an verantwortlich für die Leitung, hatte für den Auftritt am Sonntag im Bürgerhaus ein vielseitiges Potpourri aus bisher aufgeführten Werken zusammengestellt. Darunter war so manche Rarität: Gespielt wurde nämlich mitunter auf selbst gebauten Instrumenten, etwa einer Panflöte aus Flaschen, mit Putzutensilien oder auch, indem der eigene Körper als Schlaginstrument genutzt wird. Beim Stück „Rock Trap“ bewiesen die Musiker zudem gutes Rhythmusgefühl.

Anspruchsvolle Kompositionen souverän umgesetzt

Für Lacher sorgte unter anderem die Darbietung des in der Fernseh-Historie vielfach verarbeiteten Hits „Mahna-Mahna“, bei dem Solist Stefan Müller mit szenischem Witz und gleich drei verschiedenen Instrumenten glänzte. Witzig war auch „The Typewriter“ mit Johannes Kügele an der Schreibmaschine. Als durchaus passable Sänger erwiesen sich die Musikanten, indem sie den Song „Halleluja“ als Chor interpretierten.

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Dass sie anspruchsvolle Kompositionen souverän umsetzen, zeigten die Musiker unter anderem bei der rasanten Rhapsodie „African Inspirations“, Klaus Badelts Suite „Pirates of the Carribean“ und „Moment for Morricone“, einer Hommage an den legendären Filmkomponisten Ennio Morricone.

Mit hörbarer Spielfreude präsentierten die Jugendlichen außerdem die Hits „September“ sowie „Rock around the Clock“. Am Ende wurden sie erst nach zwei Zugaben von der Bühne gelassen.

Fürs gemeinsame Proben blieb wenig Zeit

Eine runde Sache also, der Auftritt zum Zehnjährigen, obwohl fürs gemeinsame Proben wenig Zeit geblieben war: Denn für das Konzert kamen einige Ehemalige dazu, die erst am Vortag zum Üben anreisten. Gut 60 Musikanten bevölkerten am Sonntag die Bühne und boten einen satten Klang.

Nicht nur für die Konzertleistung erntete die Wita großes Lob, sondern auch für die bisher hingelegte Entwicklung. Als „Aushängeschild“ und „eine der besten Jugendkapellen im Musikbezirk“ beschrieb Bezirksjugendleiter Achim Götz vom Allgäu-Schwäbischen Musikbund die Kapelle, während Vöhringens Bürgermeister Karl Janson ihr „tolle musikalische Qualität“ bescheinigte und die Gründung der „Wita“ für „eine glänzende Idee“ hielt.

Hochzufrieden äußerten sich auch die Vertreter der Musikkapellen, die das Ensemble vor zehn Jahren ins Leben riefen: Die Musikvereine Wullenstetten, Illerberg/Thal und Aufheim, aus deren Anfangsbuchstaben sich der Name Wita zusammensetzt. Seit 2012 bildet die Kapelle wiederum einen eigenen Verein. „Die Stammvereine profitieren sehr davon“, fasste Stefan Theobald von der Harmonia Wullenstetten die Kooperation zusammen und nannte das Geburtstagskonzert „ein grandioses Erlebnis“.

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