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27.07.2010

4000 Jahre regionale Geschichte

4000 Jahre regionale Geschichte

Wellheim-Konstein "Historische Darsteller" aus vier Jahrtausenden treffen sich am 7. und 8. August vor dem Dohlenfelsen, dem Kletterfelsen von Wellheim-Konstein, und zeigen das kulturelle Leben der Region in verschiedenen Kultur- und Zeitabschnitten.

Schon in der Hügelgräberzeit war der Talkessel am Umlaufberg im Urdonautal bewohnt. Nicht erst seit römischer Zeit sind Verkehrswege bekannt und aus dem hohen Mittelalter haben sich noch fünf Burgruinen erhalten. Alle diese Zeitperioden werden im Zeltlager vor dem Dohlenfelsen vorgeführt.

Lebendige Ergänzung zum Museum

Großer Wert wurde auf gute Darsteller-Gruppen gelegt, denn das Fest soll auch als lebendige Ergänzung des Wellheimer Torbogenmuseums gesehen werden. Historische Händler, Handwerker und Reisende laden die Besucher ein, das Leben früherer Zeiten zu erkunden:

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Der schutteraufwärts angereiste Fernhändler der Hügelgräber-Bronzezeit berichtet von seinen europaweiten Handelsbeziehungen und erzählt Geschichten aus dem hohen Norden und tiefen Süden. Im ersten nachchristlichen Jahrhundert hatten die Römer die Donau überschritten und die Region besetzt. Prächtig gerüstete Legionäre und Hilfstruppen demonstrieren diesen Zeitabschnitt.

Mitte des dritten Jahrhunderts zogen sich die Römer nach Alemannen-Einfällen wieder ans Südufer der Donau zurück. Bald darauf siedelten erste Germanen in der nun unbewohnten Region ums Altmühltal an. Die Darsteller dieser Urbewohner zeigen das Leben und die handwerklichen Fähigkeiten, welche in ihren kleinen Dorfsiedlungen lebensnotwendig waren.

Mitmachen, nicht nur zusehen, ist das Angebot der historisch gekleideten und ausgerüsteten Akteure. Den Bronzegießer kann man von der Form zum fertigen Guss begleiten. Mit dem bajuwarischen Schmied aus dem frühen Mittelalter kann Eisen in Form gehämmert werden. Fladenbrötchen selbst backen und verschiedene Arbeiten mit naturgefärbter Wolle ausführen findet unter Anleitung der Frauen im Lager statt. Man kann Bogenschießen und sich im historischen Tanz vergnügen oder am ausgedehnten Lagerleben des hohen Mittelalters teilnehmen.

Neben diesem exakten historischen Lager- und Handwerkerleben wird es einen eher fantasievoll gemischten Marktbereich geben, in welchem Händler aus der Region Speisen und Waren zum Kauf anbieten. Auch historische Fahrzeuge des 20. Jhs laden dort die Kenner zum Begutachten ein.

Höhepunkte werden wie beim ersten Urdonautalfest vor zwei Jahren der Gang am Sonntagnachmittag zur Schutterquelle mit Niederlegung einer Dankesgabe und sodann die moderierte Modenschau über 4000 Jahre sein. Hierzu werden auch Abordnungen von Historischen Vereinen sowie von Trachtenvereinen mit Rekonstruktionen regionaler Trachten erwartet. Jagdhornbläser und Böllerschützen beenden das Fest am Sonntag gegen 17 Uhr.

Kein x-beliebiges Mittelalterfest

Angestrebt wird also kein beliebiges Mittelalterfest, wie es Hunderte gibt pro Jahr. Es soll ausschließlich die Geschichte des lokalen und engeren regionalen Bereichs gezeigt werden. Also den Werbegemeinschaften Urdonautal und Altmühltal entsprechend. Auch bei den Händlern wurde Wert darauf gelegt, dass sie aus der Gemeinde und dem Umland kommen. (nr)

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