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Neuburg

15.10.2020

Anita Geier ist Ortssprecherin von Neuburg-Ried

Neuburgs Oberbürgermeister Bernhard Gmehling gratuliert Anita Geier zum neuen Amt als Ortssprecherin von Ried. Mitbewerber Wolfgang Kleßinger (links) sieht die Niederlage „sportlich“.
Bild: Winfried Rein

Plus Die Finanzbeamtin setzte sich gegen den Anwalt Wolfgang Kleßinger durch. Zwei Kandidaten sind nicht erschienen. Neuburgs OB Gmehling mahnt die Hygiene-Disziplin an.

Der Stadtteil Ried hat eine Ortssprecherin: Die Bürger wählten Mittwochabend Anita Geier mit 43:31 Stimmen zu ihrer Vertreterin im Neuburger Rathaus. Rechtsanwalt Wolfgang Kleßinger schnitt als Mitbewerber respektabel ab, ihm fehlten am Ende aber einige Stimmen.

In Ried, Hessellohe und Gietlhausen wohnen 1035 Wahlberechtigte. Dass sich in der Weite der Parkhalle nur 82 (plus zwei Nachzügler) einfanden, wirkte anfangs etwas ernüchternd. Aber nebenan in der Parkschule war Elternabend und die steigenden Infektionszahlen hielten den einen oder anderen wohl vom Kommen ab. Vielleicht war das auch der Grund dafür, dass zwei der vier im Vorfeld genannten Kandidaten nicht erschienen sind.

Anita Geier setzte sich in der geheimen Wahl mit 43:31 Stimmen gegen Rechtsanwalt Wolfgang Keßlinger durch

„Danke, dass Sie trotzdem da sind“, so begrüßte Oberbürgermeister Bernhard Gmehling die Wähler und die beiden verbliebenen Bewerber. Sie zeigten Interesse am Gemeindeleben und an demokratischer Teilhabe. In der geheimen Wahl entfielen 43 Stimmen auf Anita Geier und 31 auf Wolfgang Kleßinger.

Beide hatten sich kurz vorgestellt. Die 55-jährige Finanzbeamtin Anita Geier ist gebürtig in Hessellohe und will die Belange von Neuburg-Nord im Rathaus aktiv vertreten. Ihr Vater und Großvater waren bereits Kommunalpolitiker. Mittlerweile wohnt sie wieder in Ried, „denn dahoam ist dahoam“. Wolfgang Kleßinger (41) ist vor zwölf Jahren nach Neuburg gekommen, führt eine Rechtsanwaltskanzlei am Schlagbrückchen, ist bei der Feuerwehr und spielt Fußball beim Sportclub Ried. Er bedankte sich besonders bei den Sammlerinnen der 430 Unterschriften als Anstoß für die Sprecherwahl. Die politische Vertretung seines Wohnortes hätte er „sehr gerne gemacht“, aber gegen den Heimvorteil der Mitbewerberin hatte er angesichts der geringen Wahlbeteiligung wenig Chancen.

Für den Neuburger Ortsteil Ried war die Wahl eines Ortssprechers ein Novum

Für Ried war die Ortssprecherwahl ein Novum, denn bisher hatten sich seit der Eingemeindung lückenlos gewählte Stadträte um ihren Ort gekümmert. Das waren unter anderem Anton Braun, Richard Keßler, Georg Senner, Elfriede Müller, Richard Kuttenreich und zuletzt Klaus Brems gewesen. Auch der damalige OB Theo Lauber wäre ein Rieder geworden, doch die Regierung von Oberbayern lehnte seinen Bauwunsch in Hessellohe ab.

Bruck und Ried waren zum 1. Januar 1976 vorzeitig zur Stadt gegangen, Bittenbrunn und Feldkirchen folgten Anfang 1978 zum letztmöglichen Termin. In beiden Ortsteilen wohnen reichlich Stadtpolitiker, Bruck braucht wie Ried einen eigenen Vertreter. Es soll ebenfalls eine Frau werden: Alexandra Plenk (42, CSU) hat ihre Bereitschaft zur Kandidatur erklärt. Gewählt wird am 21. Oktober in der Parkhalle. Am 30. Oktober folgt die Wahl für Zell, Rödenhof, Fleischnershausen und Marienheim. Nach dem Rückzug von Andreas Weis steht derzeit nur Roland Habermeier, bisher Ortsbeauftragter von Zell, zur Wahl.

Die Wahlabende in der Parkhalle stehen dann unter noch strikteren Hygieneregeln zum Schutz vor Infektionen. Der Anstieg der Infektionszahlen im Landkreis bereite ihm „größte Sorgen“, verdeutlichte Oberbürgermeister Bernhard Gmehling. Er sieht einen Rückschlag, nachdem die Stadt Neuburg mehrere Tage lang null Neuinfektionen verzeichnet habe. Jetzt sei Rücksichtnahme und Disziplin allererstes Gebot.

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