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27.06.2018

Bürger wehren sich gegen weiteren Kiesabbau

Thomas Mack

In Lichtenau möchte die Firma Förstl ihr Abbaugebiet vergrößern. Die Pläne missfallen allerdings manchen Bürgern

Die Firma Förstl möchte ihr Kiesabbaugebiet in Lichtenau vergrößern. Das jedoch sorgte für Unmut bei einigen Bürgern, vor allem Anwohnern im Bereich der Ringstraße und Windener Straße. Sie fürchten zusätzliche Belastungen durch den Schwerverkehr, der ohnehin schon durch die Ortschaft fährt. Darüber hinaus sorgte sich ein Landwirt um seine Felder. Sein Argument: Mehr Wasserflächen würden auch mehr Graugänse anziehen, die die Felder abfressen würden.

In der jüngsten Gemeinderatsitzung durften sich sowohl die Bürger als auch die Betreiber der Kiesfirma zu der Thematik äußern. Vor allem der vom Planungsbüro vorgeschlagene Abtransportweg sorgte für viel Diskussion und Verärgerung bei den rund zehn Bürgern, die am Montag in den Sitzungsaal im Rathaus gekommen waren. Er würde im Süden verlaufen, nahe an der Wohnbebauung. Für dieses Problem konnte man aber recht schnell eine Einigung finden: Der Weg soll künftig nördlich des Sees verlaufen. Eingezeichnet sei er nur deshalb im Süden worden, da im nördlichen Bereich eine Gasleitung im Boden verläuft, so die Firma Förstl. Die Betreiberfirma dieser Leitung aber möchte nicht, dass dort regelmäßig der Schwerverkehr entlangfährt und fürchtet Beschädigungen an ihrem Eigentum. Aber auch da möchte die Kiesfirma eine Lösung erwirken, beispielsweise durch Überbauung.

Auch habe man eine Anbindung an die Staatsstraße 2048 beantragt, damit so die Lastwagen direkt abfahren können. Außerdem erklärten die Betreiber der Kiesfirma, dass ohnehin wenig zusätzlicher Verkehr entstehen würde, da der Kies über ein Förderband zum Werk gebracht werde, was für sie strategisch natürlich viel günstiger wäre. Einigen Bürgern waren diese Versicherungen aber nicht genug, sie fürchten trotzdem eine zusätzliche Lärmbelastung und diskutierten teilweise recht emotional.

Bürgermeister Thomas Mack hielt abschließend mit den Räten die kritischen Punkte der Diskussion fest, sie sollen von der Gemeindeverwaltung in einem Schreiben ans Landratsamt übermittelt werden: Der Weg soll verlegt werden, eine Anbindung an die Staatsstraße ermöglicht werden und künftig auch eine Wiederverfüllung bei den Kiesseen angestrebt werden, um so das leidige Graugansproblem in den Griff zu bekommen.

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