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14.11.2018

Das große Finale des Birdland Radio Jazz Festivals

John Scofield
Bild: Norbert Paetzold

Das Rosenberg Trio, John Scofield mit Quartett und das Peter Gall Quintett folgen aufeinander

Das achte Birdland Radio Jazz Festival in Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk geht den letzten drei Konzerten in dieser Woche zu ende. Am Donnerstag gastiert im Jazzkeller das Rosenberg Trio. Am Samstag wird im Kongregationssaal John Scofield mit seinem aktuellen Quartett seine Aufwartung machen. Den Schlussakkord übernimmt das Peter Gall Quintett am Samstag wieder im Jazzkeller. Dieses Konzert wird in der Sendung „Jazznight“ ab 22 Uhr live auf Bayern 2 übertragen.

Spätestens seit Stochelo, Nonnie und Nous’che Rosenberg von Stéphane Grappelli in die New Yorker Carnegie Hall eingeladen wurden, um mit dem ehemaligen Partner Django Reinhardts dessen 85. Geburtstag zu feiern, gelten die Drei als absolute Weltstars. Sie repräsentieren eine frappierende Mischung aus Schnelligkeit und Akkuratesse, blindem Verständnis und beseelter Musikalität. Die idealen Nachlassverwalter eines großen, aber oft ziemlich leichtfertig verschleuderten Erbes originärer europäischer Jazzmusik. Das Rosenberg Trio stammt aus einer niederländischen Sinti-Sippe, in der jedes Kind die Musik quasi mit der Muttermilch aufsog.

Once again John Scofield in Neuburg! Und ein Wiedersehen und -hören mit solch großartigen Musikern wie dem jungen Ausnahmepianisten Gerald Clayton, dem Super-Drummer Billy Stewart und dem markanten Bassisten Vincente Archer. Dass der neben Pat Metheny erfolgreichste Gitarrist des zeitgenössischen Jazz zum wiederholten Mal in der Donaustadt gastiert, hat seinen guten Grund: „Sco“ liebt den Neuburger Jazzclub über alles, bezeichnet ihn sogar als eine der besten Adressen dieser Art weltweit. Dass er anlässlich des achten Birdland Radio Jazz Festivals – diesmal im Kongregationssaal – zurückkehrt, versteht sich deshalb fast von selbst. Nach drei Grammys für seine Soloalben „Past Present“ und „Country For Old Men“ präsentiert er nun seine neue, spektakuläre Combo 66. Dahinter steckt keine mystische Zahlenspielerei, sondern lediglich die Tatsache, dass Scofield das Projekt mit 66 Jahren ins Rollen brachte. „66 ist die coolste Jazznummer, die man bekommen kann, denn wenn man die 66 erreicht, hat man sich gut geschlagen.“

Dass der Drummer Peter Gall inzwischen zu den wichtigsten Antreibern des jungen deutschen Jazz gehört, liegt an seiner extrem ausgeprägten Musikalität, aber auch an seiner Empathie, mit der er Formationen unterschiedlicher Couleur zu bereichern versteht. In den zurückliegenden zwölf Jahren konnte sich Gall als souveränes Metrum in diversen Bands profilieren sowie auf rund 30 Alben sein markantes Schlagzeugspiel einbringen. So arbeitete er im Trio seines Bruders Chris, im Rainer Böhm Quartett, bei Torsten Goods und Enik. Nun präsentiert der seit seinem Diplomstudium und einem zweijährigen New York-Aufenthalt wieder in Berlin ansässige Musiker seine eigene Band, an der neben Böhm auch Wanja Slavin, Reinier Baas und Felix Henkelhausen mitwirken. (nr)

Telefonisch: 08431 41233, per Fax 08431 46387, übers Internet: www.birdland.de oder ab 19.30 Uhr an der Abendkasse. Der Vorverkauf in Neuburg für John Scofield im Kongregationssaal findet auch in der Stadtbücherei Seter Platz 1 (Telefon 08431/642392) statt.

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