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28.10.2009

Die Reißleine gezogen

Jeder, der gestern von den Entlassungen beim Küchenhersteller Kempfle erfuhr, reagierte gleich: betroffen und wütend.

Ein traditionsreiches Familienunternehmen muss harte Einschnitte vornehmen, um zu überleben.

Sicher, das ist eine Nachricht, die man mittlerweile in Variationen stetig hinnehmen muss. Doch bei Kempfle sind die Enttäuschung, Trauer und die Wut darüber unmittelbar in der Region zu spüren.

Für die Mitarbeiter ist es ein Desaster, so kurz vor Weihnachten die Anstellung zu verlieren. Für Rohrenfels ist es ebenfalls ein herber Schlag in die schlecht gefüllt Gemeindekasse - schließlich ist Kempfle einer der größten Gewerbesteuerzahler.

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Die Entwicklung zeigt aber vor allem die Hilflosigkeit kleiner Unternehmen, die in den Pleite-Sog großer Konzerne mitgerissen werden. Quelle war noch vor einem Jahr der Garant für ein gutes Geschäft. Viele Jahre konnte sich der Küchenhersteller Kempfle darauf verlassen, bot seinen Mitarbeitern sichere Arbeitsplätze. Dass sich die Lage so schnell ändert, konnte niemand ahnen.

Kempfle zieht mit seiner Entscheidung die Reißleine, damit das Unternehmen weiter bestehen kann. Das ist eine harte Entscheidung für alle. Und doch die einzige Möglichkeit, Kempfle zu retten.

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