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04.09.2009

Die Usseltaler Schützen packen es an

Rennertshofen-Trugenhofen "Hoffentlich bringen wir den Spaten auch in den felsigen Boden rein!?" Die Bedenken von Bürgermeister Ernst Gebert bestanden zu Recht, denn das Baugelände am Nordhang von Trugenhofen hat einiges an Steinen zu bieten. Doch der Spatenstich, den der Bürgermeister, sein Stellvertreter Wolfgang Fürmann, Schützenmeister Franz Kapfer, Bauleiter Hansjörg Rucker und der Erste Gauschützenmeister Karl Mosch vollzogen, klappte trotzdem hervorragend. Damit war nach einer Planungs- und Genehmigungszeit von 29 Monaten die Baustelle eröffnet.

VON MICHAEL GEYER

Die Regierung von Oberbayern hat eine vorzeitige Baufreigabe bewilligt. Deswegen kann bereits am kommenden Freitag der Bagger anrücken. Die Schützen wollen kräftig in die Hände spucken, um den zweistöckigen Bau mit 20,50 mal 13 Metern in Eigenleistung voranzubringen. 18 Schießstände mit jeweils zehn Meter Länge und zwei Meter Breite sind vorgesehen. Das neue Vereinsheim ist das größte Projekt in der Vereinsgeschichte der "Usseltaler", die Baukosten sind auf 380 321 Euro veranschlagt. "In zwei Jahren wollen wir fertig sein", meinte Schützenmeister Kapfer, "die Mitglieder stehen zu 99 Prozent hinter der Maßnahme."

Grundstück hat die Gemeinde verpachtet

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Er erinnerte noch einmal an die lange und zum Teil steinige Strecke, die mit der Planung und Genehmigung des Baus zurückzulegen war: "Wir hatten teilweise sehr schwere Wege zu überwinden und mussten durch viele Amtswege, die Zeit und Geduld aufbrauchten." Besonders bedankte sich Kapfer bei seinem Stellvertreter Jürgen Fischer und dem Vereinskassier Stefan Gröbl, die mit ihm zusammen die meiste Arbeit erledigt hatten.

Kapfer hatte das Amt des Schützenmeisters am 1. Januar 2007 übernommen und quasi als erste Amtshandlung die Planung des Schützenhauses angepackt. Die Idee dazu verfolgten die Schützen schon seit ein paar Jahren. In der Vorstandschaftssitzung am 8. April 2007 wurde der Bau beschlossen und in acht Sitzungen weiter erörtert. Der Bauausschuss trat zum ersten Mal am 9. Dezember 2007 zusammen und behandelte das Thema in bisher zwölf Sitzungen. Auch an drei Gemeinderatssitzungen, wo ihre Baumaßnahme und die Bezuschussung beraten wurden, nahmen die Schützen teil.

Die Gemeinde, so Bürgermeister Gebert, stehe dem Bauvorhaben wohlwollend gegenüber. Sie hat das rund 480 Quadratmeter große Grundstück in Pacht zur Verfügung gestellt. Der Pachtvertrag läuft zunächst 25 Jahre, kann danach aber problemlos von den Schützen verlängert werden.

Auch mit einer finanziellen Unterstützung in Höhe von 34 000 Euro und einer Ausfallbürgschaft in Höhe von 142 000 Euro greift der Markt den Schützen unter die Arme. Gebert wünschte wie Gauschützenmeister Mosch den Trugenhofern viele fleißige Hände und ein unfallfreies Bauen.

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