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04.07.2010

"Ein Botschafter Feldkirchens"

Zur Ottheinrich-Medaille in Bronze gratulierten Josef Naß (3. von links) unter anderem (von links) Kreisbrandinspektor Klaus-Peter Stark, Kreisbrandrat Erwin Pfleger, Ortskommandant Robert Reichart, Oberbürgermeister Bernhard Gmehling und Stadtbrandinspektor Christian Braun. Foto: Xaver Habermeier
Bild: Xaver Habermeier

Feldkirchen 62 Jahre lang stellte sich Josef Naß (82) in den Dienst der Freiwilligen Feuerwehr. Davon war er drei Jahre lang Vizekommandant, 17 Jahre lang erster Kommandant und 29 Jahre lang fungierte er bei den Floriansjüngern vor den südlichen Stadttoren ehrenamtlich als erster Vorsitzender. Mit "Ein Leben für die Feuerwehr" brachte Oberbürgermeister Dr. Bernhard Gmehling das Engagement bei der Feierstunde am Samstagabend auf den Punkt und zeichnete den Vorzeigefeuerwehrmann mit der Ottheinrich-Medaille in Bronze mit der Inschrift "Ehrengabe der Stadt Neuburg" aus.

Der Rahmen für die Ehrung hätte für Naß passender nicht sein können. Vor dem schmucken Feuerwehrhaus am Dorfplatz in Feldkirchen herrschte aktives Treiben. Eine Gruppe Wehrmänner absolvierte vor den kritischen Augen der obersten Feuerwehrführung, Kreisbrandrat Erwin Pfleger, Kreisbrandinspektor Klaus-Peter Stark und Stadtbrandinspektor Christian Braun, bei der Leistungsprüfung in den Stufen Bronze, Silber und Gold Rot, ihr Erlerntes.

Weiter formierten sich 45 Aktive der Stadtteilwehr und Ortskommandant Robert Reichart meldete den Prüfern: "Die Freiwillige Feuerwehr Feldkirchen ist zur Inspektion angetreten". Dann demonstrierten die Ehrenamtlichen ihre praktischen Fähigkeiten bei einer Schauübung. Anschließend gab es im Feuerwehrhaus, das nach dem WM-Sieg der Nationalmannschaft in den Farben Schwarz, Rot und Gold geschmückt war, gleich mehrfachen Grund zu Feiern. Neben der bestandenen Inspektion und den Leistungsabzeichen war es die Ottheinrich-Medaille für Josef Naß.

Davor ließ OB Gmehling in einer Vita das Wirken vom "Naß Sepp" Revue passieren. Die ersten 13 Jahre Feuerwehrdienst leistete er in seiner damaligen Heimat Stopfenheim (bei Weißenburg). Nach seiner Hochzeit (1957) mit Ehefrau Josephine und dem Umzug nach Feldkirchen ist er hier auch gleich zur Feuerwehr aktiv beigetreten. Bereits drei Jahre später wählten ihn die Kameraden zum Vizekommandanten und nach dem plötzlichen Tod von Kommandant Max Beck übernahm Josef Naß ab 1969 die Führung. 1975 kam dazu das Amt des ersten Vorsitzenden. 1987 übergab er das Kommandantenamt an Josef Lösch und vor sechs Jahren den Vorsitz an Paul Pettmesser ab. Am gleichen Tag ernannten ihn seine Kameraden zum Ehrenvorsitzenden.

"Während seiner Amtszeit erfolgten grundlegende Modernisierungen der Wehr, wie das neue Auto TSF 8 und das neue Feuerwehrgerätehaus", so Gmehling. Weiter wurde unter der Regie von Naß 100-, 110- und 125-jähriges Gründungsjubiläum gefeiert. Ihm selbst ist vor allem der Zusammenhalt mit den Ortsteilen Sehensand, Kahlhof, Hardt und Altmannstetten wichtig. Nachdem das Stadtoberhaupt noch die vielen weiteren Ämter von Naß verkündete und ihn mit "Botschafter seines Stadtteils Feldkirchen" bezeichnete, wurde gefeiert.

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