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Karlshuld-Kleinhohenried

08.09.2019

Ein Fest für die „Tolle Knolle“

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6 Bilder
Kartoffeln wurden beim Kartoffelfest im Haus im Moos auch vor Ort gegart. Die Besucher durften zuschauen und natürlich kosten, sobald die dampfenden Erdäpfel fertig waren.
Bild: Silke Federsel

Beim Kartoffelfest im Haus im Moos gab es wieder einiges zu entdecken. Zu Besuch war auch die Bayerische Kartoffelkönigin Stephanie III. 

Drohende Regenwolken über dem Festgelände zwangen auch Landrat Peter von der Grün, sich in seiner Rede etwas kürzer zu fassen. Er eröffnete das Kartoffelfest zusammen mit der Bayerischen Kartoffelkönigin Stephanie III. (Brüderle) und erklärte, dass der Anbau von Kartoffeln im Landkreis nach wie vor ein wichtiger Wirtschaftsfaktor sei. „Die Kartoffel ist neben dem Spargel Botschafterin unserer Heimat“, sagte er. Stephanie III. freute sich, dass die Kartoffel einen so hohen Stellenwert im Haus im Moos genieße, schließlich werde ihr ein ganzes Fest gewidmet. Besonders schön sei es auch, dass das Kartoffelfest Landwirte und Verbraucher zusammenbringe.

Im Haus im Moos gab es auch ganz besondere Kartoffelsorten zu sehen

Als sich der Umzug mit den Akteuren des Kulturhistorischen Vereins und zahlreichen historischen Traktoren dann in Bewegung setzte, fielen aber auch schon die ersten Regentropfen – die Zuschauer am Wegrand verfolgten das bunte Treiben dann eingepackt in Regenjacke und mit Schirm.

Gut, wenn man dann ein trockenes Plätzchen fand. So wie bei Kartoffelbäuerin Gabriele Karl, die ihren Stand in einer der Scheunen aufgebaut hatte. Sie bot alte und auch ganz besondere Sorten wie die Blaue St. Galler oder Rote Emmalie an, die durch ihre Farbe ein Hingucker auf jedem Teller sind. „Der Anbau ist schon sehr aufwendig“, erklärte sie, vor allem, da diese Kartoffeln oftmals nicht so ertragreich seien. Dennoch mache es ihre große Freude, sich auch den unbekannteren Sorten zu widmen, denn die Vielfalt sei einfach interessant.

Frisches Brot gebacken und selbst gemachte Butter

Auch an anderer Stelle gab es viel zu sehen: Brot wurde in einem historischen Holzofen gebacken, Kartoffeln in großen Töpfen gedämpft oder Butter selbst hergestellt. Kinder durften Kartoffeln mit einem Kescher aus dem Wasser fischen. Und wer einen einzigartigen Blick über das Donaumoos werfen wollte, der hatte dazu auf einer großen Hebebühne Gelegenheit. „Angesichts des Wetters sind wir mit dem Zuspruch sehr zufrieden gewesen“, sagte Museumsleiter Friedrich Koch. Er freute sich, dass die Veranstaltung auch heuer wieder von vielen Familien besucht wurde.

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