Newsticker

Corona-Pandemie verschlechtert weltweite Ernährungslage
  1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. Ein weiteres Kapitel der Gasturbine

20.07.2010

Ein weiteres Kapitel der Gasturbine

Neuburg Schon wieder musste sich der Werkausschuss bei seiner Sitzung am Montag mit der Gasturbine in der Krautgasse befassen. Nachdem es nun keine Lärmprobleme mehr mit Lärm gibt - ein TÜV-Gutachten hatte festgestellt, dass der Geräuschpegel der Turbine weit unter den zulässigen Grenzwerten liegt - sorgt nun die anhaltende Hitze für Ausfälle oder sogar Stillstand und damit für Einnahme-Einbußen.

Alleine im April lagen die Mindereinnahmen bei rund 8000 Euro, wie Georg von Großmann den Stadträten vorrechnete. Damals musste die Gasturbine, wie berichtet, noch wegen Lärmproblemen abgeschaltet werden. Nun macht die Hitze der Technik zu schaffen. "Ab 40 Grad im Betriebsgebäude schaltet ein Notschalter die Anlage selbstständig ab. Passiert das nach unserer letzten Kontrolle, steht die Gasturbine auch die ganze Nacht über."

Ultimatum an die Hersteller-Firma

Der Hersteller-Firma sei unterdessen ein Ultimatum gestellt worden, wie von Großmann dem Werkausschuss mitteilte. Bis Ende Juli sollen die "Planungsmängel", wie sie Fritz Goschenhofer nennt, abgestellt werden. Und Horst Gutjahr will, dass die Firma auch für die Verdienstausfälle in Regress genommen wird. "Da reicht ein Brief nicht aus." Stadtwerke-Chef Hans-Jürgen Hill versicherte, dass auch die Herstellerfirma einen zufriedenen Kunden wolle.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Vorsichtig agieren die Stadträte, was Lärmemissionen angeht, bei dem geplanten Blockheizkraftwerk in der Paul-Winter-Straße. Dort soll, wie schon berichtet, ein Hackschnitzelkraftwerk errichtet werden, dessen erzeugte Energie in das Nahwärmenetz eingespeist wird, um Spitzen abzudecken. Unter anderem das Neubaugebiet am Gold-anger ist an dieses Nahwärmenetz angeschlossen, durch das die Abwärme Neuburger Industrieunternehmen für Heizzwecke genutzt werden soll.

Genaue Lärmwerte für diese Hackschnitzelheizung wollten die Räte wissen und fragten auch gleich an, wie es mit dem Genehmigungsverfahren stehe. "Brauchen wir zumindest für das erste Betriebsjahr nicht, da es sich um ein mobiles Kraftwerk handelt", versicherten von Großmann und f-10-Geschäftsführer Manfred Rößle. Trotzdem solle das Genehmigungsverfahren vorangetrieben werden und auch der Standort soll noch einmal sorgfältig überdacht werden, so die Mitglieder des Werkausschusses, denn: "Wir wollen nicht noch ein Lärmdebakel."

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren