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27.11.2018

Eisenbahner locken mit großer Anlage

Bernd Michlenz (von links) baut zusammen mit Andreas Fink, Daniel Klein, Uwe Michlenz, Manfred Klein sowie weiteren Vereinsmitgliedern seit drei Jahren an der H0-Modelleisenbahnanlage. Gesteuert wird digital, per Schaltpult oder auch mit dem Handy.
Bild: Xaver Habermeier

Ausstellung Die Modelleisenbahnfreunde Neuburg laden am kommenden Wochenende Besucher in ihr „Allerheiligstes“. Dort ist zu sehen, wie sich Züge inzwischen via Handy steuern lassen und ein Bonbonexpress seine Runden dreht

Neuburg Ein ICE rauscht vorbei an Landschaften, daneben fährt eine historische Lokomotive mit viel Getöse aus dem Schuppen. Schranken heben und senken sich und alles steht still, wenn seine Hand es will. Bernd Michlenz (16) steuert den Zugbetrieb via Handy. „Eine App macht alles möglich – angefangen von den Geschwindigkeiten und Geräuschen bis hin zum Kuppeln der Waggons sowie dem Öffnen und Schließen der Türen“, schwärmt der Jugendliche.

Vor dem Fahrspaß allerdings stand die Arbeit. Der 16-Jährige hat fleißig beim Aufbau der über elf Meter langen Anlage der Modelleisenbahnfreunde Neuburg (MEN) mitgeholfen. Nun sind die Weichen bei der Gruppe im ehemaligen Stellwerk, vis-à-vis dem Neuburger Bahnhof, für die Ausstellung am ersten Adventswochenende gestellt.

„Unseren Verein gibt es seit 1996 und seitdem laden wir jährlich zur Ausstellung“, berichtet der MEN-Sprecher Manfred Klein. Die Anzahl der Mitglieder ist mit 30 konstant. „Aber wir bräuchten mehr Jugendliche – so einen wie den Bernd“, sagt Klein.

Michlenz ist mit Modelleisenbahnen aufgewachsen, auch deswegen, weil sein Vater Uwe beim Neuburger Verein ehrenamtlich bei allen bisherigen Anlagen fleißig mithilft. Seit drei Jahren entsteht eine neue H0-Anlage, elf mal vier mal sechs Meter groß, die ständig verfeinert und ergänzt wird. Zu den Besonderheiten zählen Fachwerkhäuser, Industrieanlagen, Dörfer, Bahnhöfe und ein Hochgebirge mit Zahnradbahn, erzählt Manfred Klein. Die Anlage ist so konzipiert, dass Züge beider Systeme, Gleich- und Wechselspannung, darauf verkehren können.

Laut Klein sind die Zeiten vom früheren Trafobetrieb Vergangenheit. „Die digitale Technik hat Einzug gehalten, und das ist für die etwas Älteren eine Herausforderung, der wir uns gerne stellen“, so der MEN-Sprecher. Dabei ist es nicht zwingend, die Züge und Einrichtungen mit dem Handy zu steuern. „Dafür gibt es das digitale Steuergerät, das alle Funktionen, wie Geräusche oder Geschwindigkeiten, anzeigt“, so Klein. „Aber mit einer App auf dem Handy ist der Spielspaß noch größer“, betont Michlenz. Freilich besitzt der Jugendliche zuhause auch eine Modelleisenbahn. „Aber hier auf der riesengroßen Anlage macht das Fahren noch mehr Spaß“, sagt er und zeigt auf Züge mit über 20 Waggons und mehr.

Dem „kleinen Eisenbahner“ gefällt auch, dass man im Verein von den Älteren immer wieder etwas dazulernen kann. „Vor allem in Sachen Gleisbau und Landschaft“, sagt er mit Blick auf rund 200 Meter Gleise der derzeitigen H0-Anlage. Was allen Mitgliedern gefällt, ist das Ambiente im alten Stellwerk, dem Domizil des Vereins. Blickt man aus dem Fenster, so rauschen täglich mehrere Personenzüge von Agilis und Sondertransporte mit vollbeladenen Waggons vorbei. „Dann macht das Werkeln auf der Miniaturanlage gleich noch mehr Spaß“, verrät Michlenz. Am kommenden Wochenende lassen sich der Jugendliche und alle seine Vereinskameraden bei ihrem Hobby über die Schulter schauen. Abgerundet wird die Ausstellung mit einer Tombola und im Freien lockt eine Anlage mit Bonbonexpress.

Anfahrt und Öffnungszeiten Die Modelleisenbahn-Ausstellung ist am 1. und 2. Dezember bei freiem Eintritt jeweils von 10 bis 17 Uhr zu sehen. Die Zufahrt zum ehemaligen Stellwerk an der Augsburger Straße ist zwischen Penny-Markt und der Firma Schulz.

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