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Neuburg

24.05.2019

Große Party in der Kunstscheune Neuburg

Clemens Benecke vor der 200 Jahre alten Scheune, die er zu einer angesagten Institution für Musiker, Comedians und Kabarettisten gemacht hat.
Bild: Niklas Golling

Die Kunstscheune feiert am 1. Juni ihr 15-jähriges Bestehen. Inhaber Clemens Benecke erzählt von lustigsten Nächten und den Anfängen der Neuburger Institution.

Bereits von klein auf zeichnete sich ab, welchen Stellenwert Musik für Clemens Benecke alias CB Green einmal haben würde: „Ich kann mich noch an eine Geburtstagsfeier eines Freundes erinnern, als ich klein war. Während die anderen Kinder spielten, beschäftigte ich mich nur mit einer Panflöte, die ich im Zimmer gefunden habe.“ Mit acht Jahren hat er seine erste Gitarre bekommen und ist seither nie von der Musik losgekommen. Im Alter von 35 Jahren startete er dann das nächste Projekt: die Kunstscheune in Neuburg, die nun am Samstag, 1. Juni, vor ihrem 15. Jubiläum steht.

Clemens Benecke selbst bedeutet sie sehr viel: „Begonnen hat alles mit Hoffesten in der alten Scheune. Wir haben Familie, Freunde und Verwandte eingeladen und mitten im Stroh gespielt“, sagt der Künstler und lacht. „Wir haben versucht, etwas daraus zu basteln, und haben insgesamt viereinhalb Jahre damit verbracht, die Scheune umzubauen.“ Geholfen hat ihm früher seine Schwester Erika, die sich mittlerweile etwas zurückgezogen hat. „Dafür haben wir ein gutes Team und nette Bedienungen, die mir viel Arbeit abnehmen.“

Am 1. Juni wieder geöffnet: Die Kunstscheune in Marienheim.
Bild: Niklas Golling

Am Anfang war das Geschäft mit der Kunstscheune in Neuburg schwer

Die Investitionen in den Umbau waren dabei durchaus mit einem gewissen Risiko verbunden: „Es bestand ja keine Garantie, dass etwas daraus wird.“ In der Anfangsphase tat man sich auch häufig schwer, die Kunstscheune zu füllen. Oft fanden nur zwischen zehn und zwanzig Leute ihren Weg dorthin. Obwohl sich die Kunstscheune mittlerweile im Umkreis etabliert hat, ist es kein Geschäft, das besonders lukrativ ist: „Im Gegenteil, ich muss eher draufzahlen. Aber das ist okay. Mir geht es eher darum, dass ich und die Leute Spaß haben und einen schönen Abend verbringen“, sagt Benecke.

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Und schöne Abende gab es in der Kunstscheune reichlich: „Es waren so viele tolle Momente dabei – ich weiß gar nicht weiß, wo ich anfangen soll und welche Geschichte die beste ist.“ Ein Moment ist ihm jedoch besonders in Erinnerung geblieben: „Wir hatten mal bei einem Songwriter’s Special mit Bonita und Staffan Pelotti zwei weitere Künstler da. Irgendwann als die Gäste weg waren, fingen wir an, Schlager zu singen, ohne uns vorher einen Text dazu überlegt zu haben“, erzählt er lachend und denkt sichtlich gerne daran zurück.

Der Kunstscheune-Macher CB Green tritt nicht nur in Neuburg auf

Dass er als Künstler immer mit der Musik weitergemacht hat, sei eine seiner besten Entscheidungen gewesen, wie er selbst findet: „Ich war immer inspiriert von Musik und habe Gott sei Dank nie aufgehört.“ Heutzutage sei es noch viel schwerer dranzubleiben, da man mehr Möglichkeiten habe, sich zu beschäftigen. Noch dazu werde Musik seiner Ansicht nach mittlerweile falsch vermittelt. Im Vordergrund stehe bei den meisten der Wettbewerb, nicht die Musik selbst“, kritisiert er.

Für ihn dreht sich eben alles um die Musik. Der Lohn dafür ist, dass er zuletzt mit Bonnie Tyler auf Deutschland-Tournee war: „Es ist natürlich eine große Ehre für mich, mit ihr auf der Bühne stehen zu dürfen.“ Wirklich realisieren kann er das erst jetzt, wo er wieder in Neuburg ist und entspannen kann: „Zuhause habe ich komplette Ruhe. Da kann ich erstmals nach dem ganzen Stress alles verarbeiten.“

Bei freiem Eintritt kann am Samstag, 1. Juni, jeder, der Zeit und Lust hat, zwischen 14 und 20 Uhr in der Kunstscheune vorbeikommen, um bei der Jubiläumsfeier dabei zu sein. Neben der aufgebauten Hüpfburg und dem Biergarten werden diverse Künstler auftreten.

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