Newsticker
Corona-Zahlen: 10.810 Neuinfektionen und 294 neue Todesfälle
  1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. Große Show auch auf kleiner Bühne

Stadttheater

29.11.2019

Große Show auch auf kleiner Bühne

Das Rumänische Staatsballett begeisterte das Publikum im Neuburger Stadttheater mit der Aufführung von Tschaikowskys „Schwanensee“ – 140 Jahre alt ist es nach wie vor das Ballett schlechthin.
Foto: Elke Böcker

Für das Rumänische Staatsballett wurde es auf der Bühne in Neuburgs Kulturtempel bei der Schwanensee-Aufführung mitunter eng. Das hinderte die Akteure nicht daran, einen eindrucksvollen Auftritt hinzulegen

Kaum zu fassen schien die Bühne die 14 schneeweißen Schwäne, die das Publikum verzaubern sollten. Zu Gast war das Rumänische Staatsballett mit Tschaikowskys Ballett „Schwanensee“. Die märchenhafte Geschichte um die zu Schwänen verzauberten Mädchen, um eine zum Teil recht melancholische oder auch dramatische Liebe mit Happy End und um einen bösen Zauberer begeistert auch nach rund 140 Jahren weltweit und gilt als das „Ballett“ schlechthin.

Das Rumänische Staatsballett tanzt „Schwanensee“ mit der Choreografie von Mihai Babuska seit 2011. Mitreißend die figurenreichen Tanzszenen im ersten und dritten Akt, hier kamen auch die fantasievollen Kostüme von Adriana Urmuzescu voll zur Geltung. Die Tänzerinnen und Tänzer der klassischen Ballettaufführung hatten jedoch Mühe, sich auf der kleinen Bühne des Neuburger Stadttheaters so richtig zu entfalten. Ungeplante gegenseitige Berührungen konnten nicht vermieden werden. Trotzdem gelang es der äußerst engagierten Truppe, die Zuschauer – vor allem mit eindrucksvollen Soloszenen und in der zweiten Hälfte – zu berühren.

Zu schön die Geschichte um die liebreizende Schwanenprinzessin Odette, präzise und hingebungsvoll getanzt von Mayu Takahashi. Von ihrem Vater, dem mächtigen Zauberer Rotbart, den Bogdan Bisanescu – überzeugend präzise und athletisch in Tanz und Ausdruck – verkörperte, zum Schwan verzaubert, kann nur ewige Liebe sie erlösen. Prinz Siegfried verliebt sich unsterblich, doch Rotbart will seine schöne Tochter nicht hergeben und narrt den Prinzen mithilfe von Odile, dem zauberhaften schwarzen Schwan. Siegfried erliegt der Täuschung, erkennt sie zu spät und leidet. All diese Gefühle weiß Stewart Douglas Callum im Tanz – ganz ohne Worte – darzustellen. Es kommt zum bekannten Showdown – Prinz gegen Zauberer ...

Dem Rumänischen Staatsballett Oleg Danovski gelingt es in weiten Passagen auch auf der allzu kleinen Theaterbühne die Faszination dieses empfindungsreichen, beinah lyrischen Dramas sichtbar zu machen. Tschaikowskys wunderbarer Musik kann sowieso niemand widerstehen, selbst wenn sie vom Band kommt.

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren