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Neuburg-Schrobenhausen

02.08.2017

Hilfe für die Gelbbauchunke

Diese Gelbbauchunke lebt in einer rekultivierten Kieselerdegrube bei Oberhausen.
Bild: Norbert Eibel

Das Projekt „Allen Unkenrufen zum Trotz“ soll Lebensräume erhalten und neu schaffen. Wer dahintersteckt.

Die Gelbbauchunke steht auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Da ein großer Teil der Weltpopulation der Lurch-art hierzulande vorkommt, hat Deutschland eine ganz besondere Verantwortung. Das Projekt „Allen Unkenrufen zum Trotz“ geht jetzt online und informiert unter www.gelbbauchunke-bayern.de über die Erfolge beim Schutz dieser Amphibien.

Die Region gilt als einer der Hotspots

Die Region gilt als einer der Hotspots der Verbreitung der Art, weshalb der Landkreis zusammen mit den Kreisen Freising und Altötting als Trägergemeinschaft für das Projekt auftritt. In kleinen Gewässern, Quelltümpeln, auf Viehweiden aber auch in Pfützen und wassergefüllten Fahrspuren fühlt sich die Gelbbauchunke wohl, dort legt sie ihre Eier ab. Auf Oberhausener Gemeindeflur tummelt sie sich zum Beispiel im Naturschutzgebiet Kreut oder in den renaturierten Kieselerdegruben am Flachsberg. Die abwechslungsreiche Topografie am Schnittpunkt der Naturräume Jura, Donautal und Tertiärhügelland weist geschützte Biotope auf, in denen sich der bis zu sechs Zentimeter große und zwölf Gramm schwere Froschlurch wohl-fühlt. Gut getarnt kann man die Gelbbauchunke in ihrem Habitat leicht übersehen – nicht allerdings, wenn sie die sogenannte Kahnstellung einnimmt: Dann macht sie ein Hohlkreuz und zeigt ihren gelbgefleckten Bauch, der Fressfeinden signalisiert: Ich bin giftig!

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Viele Amphibien sind verschwunden

Viele Laichgewässer der Amphibien sind durch Trockenlegungen und Straßenbauten verschwunden und in der Folge auch die Tiere. Ziel des Projektes ist es, neue Lebensräume zu schaffen, Biotope aufzubessern und zu vernetzen, um die Unkenwanderung wieder zu ermöglichen. Dazu braucht es engagierte Grundeigentümer und Kiesabbauunternehmen sowie Privatpersonen, die die Laichgewässer freiwillig erhalten und pflegen. Mit einbezogen wird auch das Wissenschaftszentrum Weihenstephan mit der TU München und der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, die mit ihrem Fachwissen zum Gelingen beitragen sollen. Förderer sind das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Bayerische Naturschutzfonds. Insgesamt fließen in fünf Jahren 670000 Euro in verschiedene Maßnahmen mit dem Ziel, die Bestände der Gelbbauchunke bis zum Ende der Laufzeit am 30. Juni 2021 zu erhöhen. (nel)

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