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Königsmoos-Klingsmoos

23.05.2018

Hochaltar erstrahlt in neuem Glanz

Sitzt, passt und hat Luft: Zusammen mit sechs Helfern hat Kirchenpfleger Ludwig Rieß am Dienstagabend den generalüberholten Hochaltar in der Klingsmooser Pfarrkirche aufgestellt. Im Bild (von links) Otmar Huber, Martin Lehmeier und Max Felbermeir.
Bild: Norbert Eibel 

Nach umfangreicher Restaurierung hat der Altarraum der Klingsmooser Pfarrkirche sein Herzstück zurückbekommen. Erste heilige Messe am Samstag um 18 Uhr.

Sieben Männer – ein Ziel: In neuem Glanz erstrahlt der frisch restaurierte Hochalter in der Klingsmooser Pfarrkirche St. Josef. Bis es so weit war, mussten Kirchenpfleger Ludwig Rieß, Schreiner Johann Schmid und die Helfer Max Felbermeir, Martin Dreher, Franz Habersetzer, Otmar Huber und Martin Lehmeier am Dienstagabend aber nochmals kräftig hinlangen.

Vier große Bauteile, die auf einem Sandsteinsockel aufsitzen, mussten im Altarraum montiert werden. Das gute Stück, das 1929 in der ein Jahr zuvor eingeweihten, alten Klingsmooser Kirche eingebaut wurde, war nach 89 Jahren dringend sanierungsbedürftig. Einen Ausbau hatte der Hochaltar bereits hinter sich, 1979 wurde er in der neugebauten Pfarrkirche wieder aufgestellt. Der Vorgängerbau an selber Stelle war zu klein und von der Bausubstanz marode und deshalb abgerissen worden.

Den Auftrag für den Hochaltar hatte 1928 der damalige Klingsmooser Pfarrer Rupert Wohnhass einem Professor Kurz erteilt. Ludwig Rieß vermutet, dass der kunsthandwerkliche Fähigkeiten besaß und nur die Figuren geschnitzt hat. Rahmen und den Tabernakel hat vermutlich ein Schreiner angefertigt. Die beiden Altarflügel sind aus Lindenholz. „Das hat man verwendet, weil es weich und leicht zu bearbeiten ist, also ideal zum Schnitzen“, weiß Johann Schmid. Doch der Schreiner kennt auch den Nachteil dieses Werkstoffes: Lindenholz arbeitet stark und ist sehr anfällig für Wurmbefall.

Spezialfirma bekämpfte 

den Holzwurm

So musste sich denn auch eine Spezialfirma aus Lauf an der Pegnitz des Objektes annehmen. Dem Holzwurm wurde mit einer Behandlung durch Sulfuryldifluorid, einem Insektizid zur Bekämpfung von Holzschädlingen, der Garaus gemacht. Nach einer Reinigung wurde zudem die Blattgoldauflage erneuert. Nun verleiht das gute Stück der Klingsmooser Pfarrkirche neuen Glanz.

Das Aufstellen war eine diffizile Arbeit, mussten die Männer doch große Vorsicht walten lassen. So durften die Altarteile wegen der empfindlichen Goldauflage nur mit Handschuhen angefasst werden. Einige Bohrlöcher waren zu klein und mussten aufgeweitet werden. Drei Stunden war man am Dienstag nochmals zu Gange, ehe die Einzelteile zusammengesteckt und jede Schraube und Mutter am richtigen Ort saß und passte. Auf 50 bis 60 Stunden schätzt Kirchenpfleger Rieß insgesamt den ehrenamtlichen Einsatz beim Ab- und Aufbau des Hochaltars.

Die erste heilige Messe mit dem frisch renovierten Schmuckstück zelebriert Königsmoos’ Pfarrer Thomas Pendanam in der Pfarrkirche St. Josef am Samstag, 26. Mai, um 18 Uhr. Nach dem Gottesdienst lädt der Pfarrgemeinderat noch zu einem Beisammensein ins Pfarrheim ein.

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