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Kirche

18.06.2013

Hochwasser weckt Nächstenliebe

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Das Antoniusfest vor der Stepperger Antonius- und Annakapelle zog auch heuer wieder viele Gläubigen an.

Patrozinium auf dem Antoniberg in Stepperg mit Primiziant Markus Müller

Rennertshofen-Stepperg Das kleine Doppelkirchlein auf dem Antoniberg in Stepperg, das den Heiligen Antonius und Anna geweiht ist, hat wieder einmal seine große Anziehungskraft bewiesen. Wie ein Magnet, so Pfarrer Georg Guggemos in seiner Begrüßung, ziehe der magische Ort zwischen den altehrwürdigen Linden schon seit Jahrhunderten die Gläubigen an. So war es auch am vergangenen Sonntag, als viele Gläubige aus der Pfarrei Stepperg und der Pfarreiengemeinschaft Urdonautal in einer feierlichen Prozession den Weg über die steilen Stufen auf den Antoniberg hinauf genommen haben, um das Patrozinium des Heiligen zu feiern.

Die politische Prominenz erwies dem „Kindlheiligen“ ihre Referenz und Pfarrer Guggemos freute sich besonders über diejenigen Kommunionkinder, „die den Kampf gegen den Bettzipfel gewonnen hatten“. Die Vereine mit ihren Fahnenabordnungen und zahlreichen Mitgliedern sorgten für prächtige Farbtupfer, die Marktkapelle unter der Leitung von Dirigent Alexander Großnick intonierte die „Deutsche Messe“ von Franz Schubert und setzte mit der Bayernhymne einen musikalischen Schlusspunkt. Und wenn mal Stille war, trugen die Vögel mit ihrem munteren Gezwitscher zum Lobe Gottes bei.

Als Gast hatten sich die Stepperger den Primizianten Markus Müller eingeladen, der aus der benachbarten Pfarrei Mörnsheim stammt. Der Neupriester erinnerte in seiner Festpredigt daran, dass der heilige Antonius nicht nur als „Schlamperpatron“ angerufen werde, wenn mal ein Ohrring verloren oder das Handy verlegt wurde, sondern auch als Fürsprecher der Familien gelte und sogar um Beistand in den Geburtswehen gebeten werde.

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„Welche Bedeutung hat Antonius für uns und unser Leben?“, fragte Markus Müller und knüpfte an das Leben des Heiligen an. Als begnadeter Prediger, der von Franziskus beauftragt, oft vor bis zu 30000 Menschen das Wort Gottes verkündet hatte, habe sich Antonius für die innere Erneuerung der Kirche eingesetzt. Antonius habe die Gläubigen aufgefordert, ihren Glauben nicht nur durch Worte zu bezeugen, sondern durch Taten sichtbar zu machen und so Zeugnis für den Herrn abzulegen. Genau an dieser Botschaft habe sich bis heute nichts verändert.

Die Eltern sollten ihren Kindern mit gutem Beispiel vorangehen, damit auch die Jugend in den Glauben hineinwachse. Gelebte Nächstenliebe und Solidarität können auch heute noch gezeigt werden. Eine aktuelle Gelegenheit des Zusammenrückens und gegenseitigen Helfens biete das Schicksal der Hochwasseropfer. „Bitten wir den heiligen Antonius, dass er bei Gott Fürsprache hält, dass wir durch unsere Taten das Reich Gottes sichtbar machen“, forderte der Primiziant zum Schluss seiner Predigt seine Zuhörer auf und erteilte am Ende des Gottesdienstes den Gläubigen seinen Primizsegen.

Danach ging es auf den weitläufigen Platz auf dem Antoniberg, wo die Stepperger und Riedensheimer Feuerwehr für die Bewirtung der Wallfahrer sorgten.

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