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Neuburg

18.02.2015

Im Blau unentdeckter Planeten

Bei der Premiere ihrer Show „Auf dem Weg nach Pandora“, mit einer auszugsweisen Interpretation des Films Avatar, beeindruckte die Männergarde der Burgfunken im Schwarzlicht. Sie kam um einige Zugaben nicht umhin.
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Bei der Premiere ihrer Show „Auf dem Weg nach Pandora“, mit einer auszugsweisen Interpretation des Films Avatar, beeindruckte die Männergarde der Burgfunken im Schwarzlicht. Sie kam um einige Zugaben nicht umhin.
Bild: Xaver Habermeier

Am vorletzten Faschingstag geht die Reise der Burgfunken weiter: Das Männerballett tanzt unter Schwarzlicht in Auszügen den Film „Avatar“ nach

Der Auftritt der Gaudifunken war einer der vielen gelungenen Höhepunkte, die der Abend bot. Dieser lebte von altbewährten Elementen und wurde mit neuen Ideen aufgepeppt. „Wir haben aus der Kritik des Vorjahres gelernt und wollen heuer zu unserem 60-jährigen Jubiläum ein anspruchsvolles Programm präsentieren“, versprach Burgfunken-Präsident Harald Zitzelsberger. Dieses Versprechen hielt er ein. Ein anderes nicht. Denn die Veranstaltung war nicht wie versprochen um 23.30 Uhr beendet. Doch daran war das Publikum selbst schuld. Die Besucher forderten nämlich nach der Premiere der neuen Show der Männergarde immer wieder Zugaben. Mit extravaganten Kostümen, beeindruckender Schminke der Tänzer, die als Ureinwohner „Na’vis“ übers Parkett schwebten, sowie einer passenden Musikauswahl, hatte die Garde den Zuschauern mit ihrem Auftritt zu Elementen aus dem Film „Avatar – Auf dem Weg nach Pandora“ imponiert. So wie im Film, wo real gedrehte mit computeranimierten Szenen gemischt wurden, erzeugte die Männergarde mit einer Lichttechnik eine Science-Fiction-Atmosphäre. Harald Zitzelsberger, der die Show einstudiert hatte und selbst mit tanzte, schwärmte: „Ich bin richtig stolz“.

Stolz war er auch nach den Vorführungen seiner Garden – angefangen vom Kinderprinzenpaar Joshua I. und Anne I., die zum Walzer über die Bühne schwebten und dem Funkenmariechen Selina Bolleininger, die förmlich über das Parkett flog. Stark auch der Auftritt der Mädchen der großen Garde zum zackigen Marsch und die tänzerischen Einlagen der Tollitäten Stefan I. und Vivien I.

Ein Lacher war auch an diesem Abend der „Münchener im Himmel“, der diesjährige Beitrag des Elferrates. Dann schwebten „D‘Hauser“ als Überraschungsgäste auf und über die Bühne. Die diesjährigen Gewinner des Faschingsumzugs – gestandene Männer und ein paar zierliche Frauen aus Ober- und Unterhausen – erhielten für ihr Schwanenballett viel Applaus.

Einen besonderen Höhepunkt markierte der aus Köln angereiste Bademeister Schaluppke mit dem Programm „Zehn Jahre unterm Zehner“. Der Komiker Robbi Pawlik erklärte die Welt aus der Sicht von Fußpilzen, pubertierenden Jugendlichen, einer Oma im Leopardentanga, körpereigenen Rettungsringen und „Funky Arschbombe“.

Danach verwandelte sich die Bühne in den Mörz-Biertempel auf dem Neuburger Volksfest. Am Stammtisch fällt plötzlich ein Gast besoffen von der Bank, doch geholfen werden kann ihm nicht, weil es laut den Bedienungen Rita, Claudia und Ingrid hier an Notärzten fehlt. Weiter lästerten die „netten“ Damen über den Wirtewechsel von Lanzl, der 49 Jahre lang Festwirt in Neuburg war, auf Jochen Mörz. Laut Claudia waren ein Grund für den Wechsel die besseren Konditionen in Form von Freizeichen für die Großkopferten. Derweil geriet Rita ins Schwärmen, wenn sie an den neuen Marktreferent dachte: „Der sieht ja rattenscharf und megageil aus.“ Ins Visier der scharfzüngigen Bedienungen gerieten neben Oberbürgermeister, Landrat, Christine Haderthauer und den „Engeln“ vom Stadtmarketing auch die umgelegten Bäume an der Münchener Straße oder die Weinstraße als viel zu kurze Flaniermeile. Für ihren Auftritt ernteten sie eine Stunde lang Lachsalven und Szenenapplaus – selbst wenn der freigesprochene Text kurz mal ausging.

Aber niemand wurde am Montagabend in verbal-satirische Untiefen gestürzt, auch wenn sich so mancher Betroffene ein nachdenkliches Lächeln abrang. Untermalt wurde der Abend mit einer Bildershow aus dem Archiv zur 60-jährigen Vereinsgeschichte der Burgfunken.

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