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17.01.2020

In Hatzenhofen fehlt der Feuerwehrnachwuchs

Die Freiwillige Feuerwehr Hatzenhofen hat ihre Vorstandschaft größtenteils bestätigt. Unser Foto zeigt die Führungsmannschaft mit Kreisbrandmeister Gerhard Pichler, Kreisbrandinspektor Alois Speth (1. und 2. von links) und Bürgermeister Georg Hirschbeck (3. von rechts).
Foto: Michael Geyer

Die Wehr mit ihren 24 Aktiven konnte im vergangenen Jahr nur eine junge Frau ausbilden

Auch kleine Feuerwehren stellen einen wichtigen Teil der zentralen und unverzichtbaren Aufgabe des Rettungsdienstes in der Großgemeinde dar. Dies hob Bürgermeister Georg Hirschbeck bei der Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hatzenhofen heraus. Er wünschte den Feuerwehrdienstleistenden für die Zukunft wenig Einsätze und dass sie daraus unbeschadet nach Hause kommen.

Der Bericht von Kommandant und Vorsitzendem Bernd Stark bestärkte die Ansicht des Gemeindechefs: zu drei Einsätzen wurde die Hatzenhofener Wehr im vergangenen Jahr gerufen. Erstens wurde sie bei einem Brand in einer Küche gebraucht, wo eine Pfanne auf dem Herd vergessen worden war, zweitens galt es eine Tür zu öffnen, um zu dem leblos im Haus liegenden Bewohner vorrücken zu können, und der dritte Einsatz rief die Wehr aufgrund der Ausrückegemeinschaft mit der Feuerwehr Mauern-Treidelheim-Siglohe nach Mauern zu einer Brandnachschau. Diese Zusammenarbeit, die im vergangenen Jahr beschlossen wurde und seit April 2019 im Leitstellenbetrieb hinterlegt sei, funktioniere sehr zuverlässig und mache Sinn, sagte Stark. Auch die im März eingerichtete SMS-Sekundäralarmierung habe sich bewährt und würde von den Kameraden sehr positiv beurteilt. Der vereinseigene Tragkraftspritzenanhänger TSA sei nun vollständig umgebaut. Auch der Ausbildung sei die notwendige Beachtung geschenkt worden, wie zehn Übungen zu Standardtätigkeiten, Funk oder Unfallverhütung und eine Gemeinschaftsübung mit den Nachbarwehren von Stepperg, Riedensheim und Mauern-Treidelheim-Siglohe beweisen.

Einziges Sorgenkind der Wehr mit derzeit 24 Aktiven sei die Jugendarbeit. Weil im Dorf fast keine Jugendlichen im passenden Alter seien, könne man auch keine neuen Kräfte aufbauen. Lediglich eine Jugendliche aus dem 81 Mitglieder starken Verein werde bei der Stepperger Jugendfeuerwehr ausgebildet. Dieser Nachwuchsmangel werde sich bald bemerkbar machen, wenn etliche der Aktiven in ein Alter kommen, wo sie nicht mehr ausrücken können oder wollen, prophezeite der Kommandant.

Umso mehr aber freute er sich, dass die Aktiven dem Verein mit ihrer Arbeitsbereitschaft und der guten Beteiligung an den Übungen die Stange halten. „Auf euch ist Verlass. Weiter so“, lobte er die Aktiven und zählte viele Termine auf, die die wichtige Rolle des Vereins in der Dorfgemeinschaft belegen: das Maibaumfest, das Straßenfest oder der romantische Glühweinabend. Beim Sternenmarsch zum Jubiläum der Marktkapelle Rennertshofen, beim Feuerwehrfest in Mittelstetten, an Fronleichnam, beim Antoniusfest und dem Volkstrauertag präsentierte sich die Wehr mit einer Fahnenabordnung. Darüber hinaus hatte sie sich auch wieder um die Erhaltung des Spielplatzes gekümmert.

Der neue Kreisbrandinspektor Alois Speth aus Bergheim stellte sich der Versammlung vor. „Wir wollen nicht von oben auf euch herabschauen, sondern gemeinsam etwas bewegen. Wichtig ist, dass die Ausbildung passt. Mit der Zusammenarbeit und gemeinsamen Übungen mit anderen Wehren seid ihr auf einem echt guten Weg“, lobte er die Wehr. Wie Bürgermeister Georg Hirschbeck sah auch er eine solide Ausbildung als Grundvoraussetzung an, damit ein Feuerwehrdienstleistender nicht zur Gefahr für sich selbst und für seine Kameraden werde.

Die Neuwahlen wurden unter der Leitung von Bürgermeister Hirschbeck zügig über die Bühne gebracht. Die neue Vorstandsmannschaft dürfe sich jetzt schon überlegen, wie im Jahr 2026 das 125. Vereinsjubiläum gefeiert werden soll und soll deswegen auch bis nach dem Fest im Amt bleiben, so der Tenor der Mitglieder. Bernd Stark stellte drei Alternativen zur Diskussion: eine kleine Feier nur im Vereinsrahmen, eine größere mit den Vereinen der Marktgemeinde oder ganz groß mit Vereinen und musikalischen oder kabarettistischen Veranstaltungshöhepunkten.

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