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Bockbierfest

16.03.2015

Keine Kehle, aber auch kein Auge blieb trocken

Anke und Karl Deiml spendeten an die Krankenschwester Maria Lindermair (v. l.) 1500 Euro. Der Betrag stammt von den Wirtsleuten und der Brauerei Julius. Das freute auch das Humoristenpaar Sepp und Kerstin Egerer.
Bild: Roland Habermeier

Starkes Bier, starke Sprüche und 1500 Euro Spende für ein Krankenhaus in Kenia gab es beim Neuwirt

Mit starkem Bier und starken Sprüchen avancierte der Neuwirt am Samstag als Neuburger Nockherberg zum „Berg der Erkenntnis“. Das Bockbierfest war mit der Kabaretteinlage vom Rentner Grünthal und der Schwester Marianne, alias Sepp und Kerstin Egerer, ein Feuerwerk der guten Laune. Doch damit nicht genug. Die Wirtsleute Anke und Karl Deiml und die Brauerei Julius spenden zusammen 1500 Euro für den Verein „Likoni-Healthcare for all e.V.“.

Eröffnet wurde der Abend von der Neuburger Krankenschwester Maria Lindenmair, die, wie bereits mehrmals berichtet, in Kenia ein Krankenhaus mit aufbaut. Die 27-Jährige flog im Zuge eines freiwilligen Projekts 2011 erstmals nach Likoni, einem armen Vorort von Mombasa (Kenia). Seitdem begleitet sie den Aufbau des Krankenhauses, das im Dezember 2014 eröffnet wurde. Zur Finanzierung gründete sie den Verein, der sich auch um Behandlung von Armen und Straßenkindern kümmert. Erst am Montag ist sie aus Kenia zurückgekehrt.

Wenige Tage später freute sie sich im Neuwirt über das Interesse und vor allem über die Spende für das Projekt. Der Neuburger Oberarzt Oliver Tschassem machte Anfang des Jahres die Wirtsleute darauf aufmerksam. „Mit wenig Geld so Großartiges zu leisten, ist aller Ehren wert“, freute sich Anke Deiml bei der Spendenübergabe.

Beim Bockbierfest blieb keine Kehle, aber auch kein Auge trocken. Dafür sorgten Sepp und Kerstin Egerer mit ihrer Einlage, bei der sie das lokalpolitische Geschehen unter die Lupe nahmen. Als Rentner Grünthal mit Rollator und persönlicher Schwester Marianne legte er mit einem Rückblick auf das Wahljahr los. „Jede Partei hat ihren ‘Roland‘. Da wollten die Grünen nicht nachstehen und haben den Roland Thiele auf die Kandidatenliste aufgenommen, obwohl er gar nichts davon gewusst hat.“ Diese Wahl war dann ohne Thiele, dafür die weiteren mit viel Zirkus um den Zirkus sowie um die Donaubrücke. Und Horst Winter habe geglaubt, dass er mit einen SOB-Kennzeichen der Bürgermeister von Neuburg wird. „SOB steht aber für Stadt ohne Bedeutung oder seltsamer Ortsbeauftragter“, so der Rentner. In Liedform mit allen Namen der Stadträte führte der Betriebsausflug der Neuburger Politiker zum „Berg der Erkenntnis“. Für die 120 Besucher vom Bockbierfest war das die Überleitung zum Nockherberg im Neuwirt, wo Karl Deiml den Defiliermarsch dirigierte und die Sehensander Musikanten zünftig aufspielten.

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