Newsticker
Ämter melden 15.974 Corona-Neuinfektionen und 1148 neue Todesfälle in Deutschland
  1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. Klimaschutz in Neuburg beginnt vor der Haustür

Neuburg

24.07.2020

Klimaschutz in Neuburg beginnt vor der Haustür

Mit der Aktion am Schrannenplatz am vergangenen Freitag haben die Aktivisten viele Passanten angesprochen.
Bild: Fridays-for-Future

Plus Weil Demonstrationen nicht möglich sind, machen die Klimaaktivisten von Fridays-for-Future anders auf sich aufmerksam. Zuletzt mit einer Fahrrad-Umfrage in Neuburg.

Neuburg Es wird dieser Tage viel diskutiert über das Fahrrad und dessen Stellenwert in Neuburg. Aber wer kann die Situation besser einschätzen als die Bürgerinnen und Bürger selbst? Das dachten sich zumindest die Aktivisten von Fridays-for–Future (FFF) und Parents-for-Future (PFF) und haben bei den Menschen in Neuburg nachgefragt. Am vergangenen Freitag standen die Aktivisten mit einem Infostand auf dem Schrannenplatz in der Innenstadt – und die Bürger kamen.

„Das Interesse war enorm“, sagt Mona Wolbert. Sie hat die Aktion gemeinsam mit der Ortsgruppe Neuburg organisiert. Die Forderung der Klimaschützer lautet: Fahrradfahrer müssen wie Autofahrer behandelt werden. So in etwa könnte man auch die Auswertung der Umfrage zusammenfassen, an der sich am Freitag rund 70 Passanten beteiligten. Mit „stimme zu“, „stimme nicht zu“ und „neutral“ konnten die Neuburg Aussagen bewerten.

Mehrheit der befragten Neuburger für mehr Fahrradwege

So verneinten 39 von insgesamt 60 Befragten, dass sie sich in Neuburg auf dem Fahrrad sicher fühlen. 18 Personen dagegen spüren keine Unsicherheiten auf dem Rad. Sehr eindeutig fällt die Auswertung der Frage aus, ob mehr für fahrradfreundliche Verkehrswege ausgegeben werden sollte. 68 von 78 Stimmen entfielen auf „Stimme zu“. Sechs Personen sahen hier keinen Handlungsbedarf. Die gesamte Auswertung hat die Gruppe auf ihrer Facebook-Seite und dem Instagramkanal veröffentlicht.

Die Ergebnisse sollen nun auch an die verantwortliche Stadtregierung und die Arbeitskreise der Agenda 21 weitergegeben werden. „Wir hoffen, dass dann endlich etwas passiert“, sagt Mona Wolbert. So wie sie waren auch Lukas Schorer, Alexandra Kiefer und Rosmarie Spichtinger auf dem Schrannenplatz dabei. Man habe den Frust der Leute gespürt, berichten sie. Es sei auch angemerkt worden, dass sich Fahrradfahrer nicht an die Verkehrsregeln halten.

Friedliche Koexistenz zwischen Autos und Fahrrädern

„Wir brauchen eine friedliche Koexistenz auf den Straßen und dafür die entsprechende Infrastruktur“, sagt Wolbert. So würde der ein oder andere das Auto vielleicht mal stehen lassen. „Klimaschutz betrifft uns direkt vor Ort. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns konkret um Belange in unserer Stadt kümmern“, sagt Mona Wolbert. „Kehren vor der eigenen Haustür sozusagen.“

Das könnte Sie auch interessieren:


Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren