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Junges Theater

20.01.2015

Loblied auf die Tapferen

Laut und leise (von links): Benjamin Dami, Olivia Wendt, Michael Amelung sowie (hinten): Tobias Haunsperger.
Bild: Ludwig Ohla/Theater Ingolstadt

Enthusiastischer Applaus für den Song-Abend „Leise Unglaublich Laut“

Die jüngste Produktion in der Sparte „Junges Theater“ beginnt eher langweilig: Songs mit betulicher Hampelei der Akteure. Bald aber kommt Stimmung auf in der Werkstattbühne des Stadttheaters mit der zunehmend amüsanten wie anrührenden Nummernfolge. Nina Wurman hat die Show „Leise Unglaublich Laut“ für Zuschauer ab zehn Jahren eingerichtet. Geboten werden Songs unterschiedlicher Couleur, versetzt mit Spielszenen in kabarettistischer Manier. Zentrales Thema: Freiheit.

Angesagt wird die Aufführung schon am Einlass als Probe für die Teilnahme der Band an einem Wettbewerb. Die besteht aus Olivia Wendt, Michael Amelung und Benjamin Dami (Gesang und Schauspiel) sowie Simon Mack (Klavier/Keyboard) und Tobias Haunsperger (Schlagzeug). Alle agieren exzellent. Dami wirbelt artistisch herum, liefert Breakdance- und Rap-Einlagen sowie eine sensationelle Mundgeräusch-Etüde. Olivia Wendt und ihre beiden Schauspielkollegen tun sich auch mit vielfältigen instrumentalen Fertigkeiten hervor. Ein Höhepunkt ist der von der Band virtuos gebotene Cup-Song, rhythmisch versetztes Händeklatschen und Klopfen mit Plastikbechern auf dem Tisch.

Einen entscheidenden Beitrag zum Gelingen der ungewöhnlichen Produktion hat der Choreograf David Williams geleistet. Für die Kostüme zeichnet Charlotte Labenz verantwortlich. Luisa Rienmüller hat die kleine Bühne geschickt eingerichtet. Wesentliches Element sind Jalousien, die als Raumteiler per Hand rauf- und runtergezogen werden und als Projektionsflächen für die feinen Video-Einspielungen von Stefano Di Buduo dienen. Da sind dann die Gesichter der Kinder aus dem Reuchlin-Gymnasium zu sehen, die erzählen, was sie unter Freiheit verstehen. Das ist köstlich und lässt Rührung aufkommen. Auch die Mittelschule auf der Schanz hat per Workshop an Liedbeiträgen mitgearbeitet. Besonders bewegend, wenn beim Song zu Ehren tapferer Frauen und Mädchen Fotos eingeblendet werden von Mutter Teresa, Sophie Scholl, Frida Kahlo und der jungen pakistanischen Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai. Wenig später Porträts von ebenso tapferen Männern, Mahatma Gandhi, Martin Luther King, Nelson Mandela.

Die 75-minütige Aufführung wurde vom Premierenpublikum enthusiastisch gefeiert.

Weitere Aufführungen: 30. Januar und 22. Februar, jeweils 18 Uhr, sowie Schülervorstellungen.

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