1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. Marienlieder statt Lichterprozession

Glaube

17.08.2018

Marienlieder statt Lichterprozession

Stadtpfarrer Herbert Kohler spendet den Segen.
Bild: Xaver Habermeier

In der Hofkirche gab es einen besonderen Gottesdienst zum Feiertag Mariä Himmelfahrt

Gerade da, als der Sonnenuntergang am Feiertag Mariä Himmelfahrt den barocken Innenraum der Hofkirche in warme Farbtöne taucht, erklingt es „Milde Königin, gedenke“. Mit diesem Klassiker aus der Feder von Alberich Zwyssig eröffnet ein sechsköpfiges Gesangsensemble um den Organisten Max Höringer ein musikalisches Marienlob. Die Inszenierung konzentriert sich bei der Andacht auf den Seitenaltar, wo die Musiker klassische Marienlieder singen, und weiter auf den Ambo, wo Stadtpfarrer Herbert Kohler mit geistlichen Impulsen das kleine Konzert intensiviert.

In den vergangenen Jahren lockten an den Abenden vom Feiertag „Mariä Himmelfahrt“, dem Patrozinium der Hofkirche, die traditionellen Lichterprozessionen rings um den Marienbrunnen am Karlsplatz. „Heuer haben wir stattdessen ein sogenanntes Marienlob mit Marienliedern angesagt“, verkündete Pfarrer Kohler den 200 Gläubigen. Der Geistliche erklärte den Feiertag zu Ehren der Gottesmutter, an dem Maria in den Himmel aufgenommen wurde, als eine Art österlichen Vorboten. „Und das im Spätsommer, wo die Felder abgeerntet und die Kräuter frisch sind.“

Die traditionellen Kräuterbuschen wurden bei der Messe am Vormittag gesegnet, bei der Andacht am Abend wurde die Heilige Maria nicht nur in den vom Glauben geprägten Beiträgen geehrt, sondern mit Liedern. Dazu stimmten Birgit Rein, Sabine Hillebrand, Angelika Burghart, Margit und Bernhard Ettig sowie Günther Bauer zwischen den besinnlichen Worten mehrstimmige Lieder an. Auf dem Programm standen „Mit dir, Maria singen wir“, „Mutter-Segen“ (unbekannter Komponist) und „Maria, Himmelsfreud, dich will ich in Ewigkeit kindlich lieben“ (Max Reger). Die Zuhörer lauschten in meditativer Atmosphäre. Die Intensität war fast mit den Händen zu greifen. Während der Darbietungen hätte man eine Stecknadel fallen hören können, so aufmerksam waren die Kirchenbesucher. Selbst mit einstimmen durften sie zu Marienliedern aus dem Gotteslob. Abgerundet wurde die Andacht mit einer Station am Marienbrunnen inmitten vom Karlsplatz. Dort spendete Stadtpfarrer Herbert Kohler den Segen. Davor appellierte er in den Fürbitten für den christlichen Glauben als Wertefundament und abschließend intonierte das Ensemble „Ave Maria“ (J. Arcadelt).

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20IMG_1126.tif
Ingolstadt

Angeklagter gesteht Geiselnahme im Jugendamt

ad__starterpaket@940x235.jpg

Webseite und App freischalten!

Die schnellsten Lokalnachrichten - live,aktuell und multimedial.
Alle Online-Inhalte auf allen Endgeräten zu jeder Zeit, mtl. kündbar.
Damit sind Sie daheim und im Büro immer auf dem Laufenden.

Zum Web & Mobil Starterpaket