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Ausstellung

20.10.2017

Mutter Natur ist eine Künstlerin

Eines der Funstücke in der Ausstellung im Klenzepark ist dieses von Seepocken besiedelte Rücklicht.
Bild: Ute Grönheim

3D-Gruppe des Vereins „Kunst-Werk“ zeigt im Klenzepark besondere Fundstücke

„Die Natur allein ist unendlich reich, und sie allein bildet den großen Künstler“, so beschreibt der „junge Werther“, Goethes bekannte Romanfigur, seine Sehnsucht nach der Natur. Dass die Natur „unendlich reicht“ ist, haben auch die Mitglieder der 3D-Gruppe des Vereins „Kunst-Werk im Klenzepark“ erfahren und aus dieser Erkenntnis eine Ausstellung konzipiert.

Unter dem Namen „Fundstücke“ präsentieren Ute Grönheim, Ilona Mayer, Heidi Pauly, Ingrid Schmedes und Doris Sperr vom kommenden Sonntag, 22. Oktober, bis 5. November etwa 50 Exponate, die sie im Laufe der vergangenen Jahre rund um Wald, Meer, Garten und Stadt entdeckt haben. Eröffnet wird die Ausstellung am morgigen Samstag, 19 Uhr, mit einer Vernissage in der „Kunst-Werk“-Galerie in der Flankenbatterie des Klenzeparks.

Die Besucher erleben seltene, aber auch sehr vertraute Objekte, die in spannenden Arrangements manch neue Bedeutung erhalten. Verfremdete Eierschalen, ein Kragen aus Lindenblättern oder ein Holzstück, das wie ein Korkenzieher aussieht, sind Teil der Ausstellung. „Wir sind über Jahre mit offenen Augen durch die Natur gestreift und haben diese Fundstücke gesammelt“, erklärt Organisatorin Ingrid Schmedes. „Manche Teile haben wir kunstvoll verfremdet, um unsere Sichtweise auf die Natur zu zeigen.“ Sonst beschäftigen sich die fünf Frauen eher mit Malerei, Keramik und Filzobjekten. Die Idee für „Fundstücke“ kam deshalb zustande, weil sie alle die Begeisterung für Objekte aus der Natur teilen.

Besonders stolz ist Ingrid Schmedes auf ein Rücklicht, das sie an der Nordsee entdeckt hat. Eigentlich achtlos entsorgter Schrott, doch Schmedes sah mehr in dem kaputten Strahler: „Das Rücklicht war von dutzenden kleinen Seepocken besiedelt, diente also als neuer Lebensraum.“ Dem Exponat hat sie den Namen „Rücklichtslos“ verliehen.

Erst vor wenigen Tagen hat der gemeinnützige Verein „Kunst-Werk“ die Marke von 200 Mitgliedern erreicht. Seit 1996 ist er in der Flankenbatterie im Klenzepark zuhause. Dort bietet er Künstlern und Kulturinteressierten Raum für Kurse, Treffs und Ausstellungen. (nr)

Die „Fundstücke“-Ausstellung der 3D-Gruppe ist an Sonn- und Feiertagen jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Zwei Saxofonisten sorgen am morgigen Samstagabend für eine atmosphärische Vernissage.

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