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Neuburg: Fischerstechen in Neuburg heuer wieder mit Fest

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Fischerstechen in Neuburg heuer wieder mit Fest

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    Beim 45. Fischerstechen stehen sich gestandene Mannsbilder gegenüber und duellieren sich aus Donauzillen heraus.
    Beim 45. Fischerstechen stehen sich gestandene Mannsbilder gegenüber und duellieren sich aus Donauzillen heraus. Foto: Xaver Habermeier

    Spannende Duelle liefern sich am Samstag, 18. Mai, gestandene Männer beim 45. Fischerstechen. Sie ermitteln aus sechs Teams von Donauzillen aus den Stecherkönig. Als Pauseneinlage stehen sich beim Promistechen Oberbürgermeister Bernhard Gmehling und der Kommodore des Taktischen Luftwaffengeschwaders 74, Oberst Thomas Früh, gegenüber. Danach laden die Fischergassler mit einem bunten Programm zum Fischergasslerfest, das nach einer organisatorischen Pause 2018 in diesem Jahr auf alle Fälle wieder stattfindet.

    Die Holzboote sind über die Wintermonate saniert und das Donauwasser ist nach den wochenlangen Wetterkapriolen noch recht frisch. Egal, denn die Teilnehmer wollen am Samstagnachmittag trocken bleiben und nur ihre Kontrahenten ins kühle Nass befördern. So auch beim Promistechen in der Pause. Während dabei das Fischerstechen für Bernhard Gmehling bereits Routine ist, so nimmt Oberst Früh zum ersten Mal daran teil.

    Fischerstechen: Fairness und Ritterlichkeit sind oberste Gebote

    Kerzenmeister Siya Ettenreich erklärt in Kurzform die Regeln: „Das Fischerstechen ist den mittelalterlichen Lanzenturnieren nachgebildet. Fairness und Ritterlichkeit sind daher oberstes Gebot.“ Dass die Tradition in historischen Trachten durchgeführt wird, ist für den Chef der Fischgassler selbstverständlich.

    Das Boot wird von einem Steuermann und zwei Ruderern befahren. Neben zwei Teams des Gastgebers Neuburg sind in diesem Jahr die Mannschaften aus Ingolstadt, Stepperg und Donauwörth mit dabei. Die Reihenfolge der Mannschaften und damit, wer zuerst stromabwärts oder -aufwärts kämpft, wird ausgelost. Es gilt das K.o.-System.

    Fischerstechen in Neuburg: Erstes Fischergasslerfest 1974

    Nach einer organisatorischen Pause 2018 findet das Fischergasslerfest heuer auf alle Fälle wieder statt.
    Nach einer organisatorischen Pause 2018 findet das Fischergasslerfest heuer auf alle Fälle wieder statt. Foto: Xaver Habermeier

    Nach dem Spektakel auf dem Fluss lockt in der Fischergasse ein zünftiges Programm. Die Fischergassler, die den offiziellen Zusatz „Zunft Neuburger Fischerstecher e.V.“ tragen, sind 1973 als Bürgerinitiative gegen den Ausbau und die Sanierungspläne der Stadt entstanden. Die Planer wollten aus der Fischergasse eine nördliche Tangente eines Innenstadtrings machen. Die Anwohner haben rasch verstanden, dass es nicht genügt, nur gegen etwas zu sein, sondern dass man dafür auch Zeichen setzen muss. Um ihren Zusammenhalt im Kampf um den Erhalt ihrer Lebensqualität in ihrer Fischergasse zu demonstrieren, haben sie im Jahre 1974 das erste Fischergasslerfest abgehalten.

    Mit Erfolg. Denn das hat einen Sinneswandel beim Stadtrat und dem Oberbürgermeister bewirkt. Die Verkehrspläne wurden geändert. Letztlich wurde die Fischergasse in der heutigen begrünten Form ansprechend ausgebaut. „Somit haben wir auch Jahrzehnte danach noch allen Grund zum Feiern“, sagt Kerzenmeister Siya Ettenreich.

    Zusammenhalt der Fischergassler ist positiv

    Aber auch heute erhebt sich wieder eine Stimme aus den Reihen der Fischergassler, „Wir sagen nicht nein zu den Planungen eines Hotels und den Gewerbeflächen am Schrannenplatz, sondern hinterfragen mit konstruktiver Kritik die Zweckmäßigkeit des Bauvorhabens“, so Ettenreich.

    Was er positiv heraushebt, ist der Zusammenhalt der Fischergassler. Das gute Miteinander zeigt sich das ganze Jahr über, ganz besonders bei ihren Vorhaben, von den angebotenen Zillenfahrten bis hin zu Teilnahmen bei Veranstaltungen. Und zusammen hingelangt wird am 18. Mai bei der Organisation und Durchführung des Fischerstechens und des Fischergasslerfests.

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