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Konzert

17.12.2018

Neuburger Musikschule stimmt auf Weihnachten ein

Gemeinschaftliches Lied zum Abschluss: „Vom Himmel hoch“. Vorne: Oliver Wasilesku als Dirigent.
Bild: Inge Wasilesku

Swing beim Adventskonzert der Musikschule Neuburg in der komplett gefüllten Hofkirche. Wie es den jungen Musikern gelungen ist, das große Publikum zu begeistern.

Facettenreicher kann man das Programm für ein Adventskonzert kaum zusammenstellen als es die Verantwortlichen der Musikschule Neuburg (MSN) getan haben. Zwei innige Choräle aus Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium, feine Querflöten-Klänge, schwungvoller Gitarren-Sound, ein klug gestaltender Popchor, ein Jazz-Popclub mit lockerem Swing, ein gut geführtes Streicherensemble mit erfreulich vielen ganz jungen Buben und Mädchen, flotte irische Volkslieder und – natürlich – ein paar Glanzlichter der Big Band: eine herzerwärmende Mischung für das Publikum in der bis auf den letzten Platz gefüllten Hofkirche.

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Die Probenarbeit hat sich gelohnt, die kleinen und großen Schüler dürfen stolz sein auf das Ergebnis, und die Lehrkräfte zufrieden. Erfrischend schon das Eingangsstück, eine barocke Intrada – mutig und erstaunlich sauber intoniert. Das ist nicht selbstverständlich bei einem Schüler-Streicherensemble.

Querflöten sorgen für adventliche Stimmung

Die anfangs spürbare Aufregung, die ein paar der kleinen Geiger zum Eilen verführte, ist geschenkt. Leiterin Magdalena Hübner griff als Dirigentin ins Geschehen ein und brachte wieder alles ins Lot. Ein musikalischer Genuss waren die Choräle Nr. 5 und Nr. 9 aus dem berühmten Weihnachtsoratorium, der Adventschor interpretierte die Verse mit Intensität, getragen von einem kleinen, feinen Orchester.

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Eine andere Klangwelt, für adventliche Stimmung geradezu prädestiniert, stellten Querflöten (Leitung Nicola Kloss) und Gitarren (Franziska Hübner) in den mächtigen Kirchenraum. Lange Melodiebögen entfalteten sich in den langsamen Sätzen der Flöten-Gruppen, elegant und überzeugend der Auftritt der Gitarren-Gruppe.

Auch Jingle Bells darf nicht fehlen

Besondere Farbtupfer konnten Pop-Chor, Jazz-Popclub und die „Greenhorns“ setzen. Leiterin Lucie Schafferhans hatte ihren Chor gut eingestellt, Songs wie „A Million Dreams“ kamen wie aus einem Guss und auch bei größerer Lautstärke jederzeit elegant. Hinreißend im feinen Swing und mit rhythmischem Gespür erklang „Santa Claus is Coming To Town“ vom Jazz-Popclub, das Arrangement Oliver Wasileskus war den jungen Musikern geradezu auf den Leib geschneidert. Mit dem Charme und dem Drive irischer Volkslieder erfreuten die Greenhorns (Leitung Manuel Wasilesku) das große Publikum.

Einfach ein Vergnügen waren die drei kurzen, knackigen Songs der Big Band (Leitung Oliver Wasilesku). Trompeten, Posaunen, Saxofone, Gitarren, Schlagwerk und Bass musizierten glänzend disponiert – bei den Soli wie im satten Gesamtklang. Genauso sollten Nummern wie „Jingle Bells“ oder „The Christmas Song“ rüberkommen. Einen Genuss ganz anderer Art bot das „Präludium“ von Schostakowitsch. Das Streicherduo wirkt zunächst wenig „weihnachtlich“, die Stimmung ist elegisch-nachdenklich, von einer gewissen Schwere angehaucht. Die verborgene Schönheit kommt erst allmählich zum Tragen, wenn es so intensiv gestaltet wird wie in der Hofkirche.

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