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Figurentheatertage II

24.11.2018

Philosophie für Kinder

Ellen Wittmann (rechts) und Alice Klötzel spielen das Mädchen Frieda und den Hund Freddi, die gemeinsam auf dem Fahrrad um die Welt reisen.
Bild: D. Pfaffel

Wer das neue Stück des Papp- und Klapp-Theaters sieht, kann viel lernen

In Wirklichkeit wartet Frieda im Auto darauf, dass ihre Mutter vom Einkaufen zurückkommt. „Ich warte, ich sitze, ich träume“, sagt sie. Und schon erwacht ihre Traumwelt zum Leben und eine philosophische Fahrradtour um die Welt beginnt. Das Neuburger Papp- und Klapp-Theater hat ein neues Stück: „Frieda, Freddi und das Fahrrad“. Es feierte in einer Vorstellung am Freitagvormittag im Rahmen der Figurentheatertage vor unverdient wenig Publikum Premiere.

Ellen Wittmann, die das Mädchen Frieda spielt, und Alice Klötzel, die den Hund Freddi verkörpert, haben gemeinsam mit Regisseur Hans Hirschmüller wieder ein liebevolles, hintergründiges Stück geschaffen. Wittmann und Klötzel, die sich ganz weiß gekleidet und barfuß auf der Bühne bewegen, nehmen durch Masken verschiedene Rollen ein. Immer wieder agieren sie mit den Kindern, die leider nur die vorderen Reihen im Stadttheater füllen, indem sie Fragen stellen. Diese Antworten bereitwillig und mit Begeisterung. Zum Beispiel: „Gibt es ein Ende der Welt?“, fragt Frieda. „Ja!“ rufen die einen Kinder, „Nein!“ die anderen.

Zum Start der Reise ist noch Neuburg samt Schloss in den Hintergrund projiziert, aber wenn Frieda in die Pedale tritt, ändert sich der Hintergrund und simuliert eine richtige Fahrradtour. Für Licht- und Bühnentechnik ist Wolf Steigerwald verantwortlich, für Bild- und Tontechnik Helmut Greil.

Das neue Stück des Papp- und Klapp-Theaters kommt bei den Kindern insgesamt gut an. Manche stört allerdings, dass es sooft dunkel wird, eben bei fast jedem Szenenwechsel. Irgendwann im Laufe der knapp 60 Minuten werden die Kinder unruhig. Ob die Grundschüler die philosophischen Botschaften, die im Stück enthalten sind, auch wenn sie erklärt werden, alle verstanden haben, ist zu bezweifeln. Dennoch ist es schade, dass nicht mehr Schulen mit ihren Kindern den Weg ins Stadttheater auf sich genommen haben. (dopf)

Weitere Aufführungen sind am 2. und 9. Dezember, jeweils um 15 Uhr im Neuburger Stadtmuseum (Tickets per Mail an info@pappundklapp.de und unter Telefon 0172/6446094)

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