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18.07.2010

Ruhige Hand und spontaner Beifall

Große Aufmerksamkeit erregte die Intubation von Patienten. Foto: Manfred Reichl
Bild: Manfred Reichl

Schrobenhausen Vorsichtig führt Ministerialdirektor Michael Höhenberger vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit das Endoskop ein, während Fachoberarzt Dr. Esser und die Besucher, die sich um das medizinische Gerät gruppiert haben, gespannt auf den Monitor starren. Als Dr. Esser dem Gast aus der Landeshauptstadt nach der fiktiven Untersuchung der Bauchhöhle eine ruhige Hand bescheinigt, erfolgt spontaner Beifall. Diese Vorführung war nur eine von vielen Attraktionen, die die zahlreichen Besucher am Samstag beim Tag der offenen Tür des Kreiskrankenhauses am Högenauer Weg in Schrobenhausen geboten bekamen.

Das gesamte Haus hatte sich in eine Art medizinischen Campus verwandelt durch den die Besucher - darunter auch viele Kinder - mit großer Neugierde wandelten. Von der radiologischen Praxis über den OP-Bereich bis zum Kreißsaal schoben sich die Menschen regelrecht an den Ständen vorbei, die an allen Ecken und Enden des Krankenhauses aufgebaut waren. Chef-, Ober- und Assistenzärzte, Schwestern, Pfleger und all die anderen Mitarbeiter gaben auf alle Fragen bereitwillig Antwort. Gynäkologe Dr. Bernhard Klemm erklärte die endoskopischen Operationen in seiner Abteilung, Gynäkologin Nuray Cimin-Bredèe informierte über Senkungsbeschwerden und Blasenschwäche bei Frauen und Dr. Wolfgang Prell behandelte das Thema Diagnose und Therapien bei Brustkrebs. Die Herzspezialisten stellten den CT des lebenserhaltenden Organs vor, Dr. Eckhard Reinecke wies auf den Sinn der Prostata-Krebsvorsorge hin und Dr. Marco Beusch verdeutlichte, wie moderne Schwerverletzten-Versorgung aussieht.

Gesundheitschecks und Rahmenprogramm

Gerne nahmen die Gäste auch die vielen Gesundheitschecks in Anspruch. Da wurden Blutzucker und Blutfett sowie der BMI gemessen. "Die medizinischen Leistungen, die hier geboten werden, sind schon beeindruckend. Wenn man als Patientin hier ist, sieht man nur bestimmte Dinge", so eine Besucherin aus dem südlichen Landkreis. Auch der Nachwuchs hatte dank der vorbereiteten Aktionen seine Freude an der Veranstaltung. Das Rahmenprogramm gestaltete mit ihrer Motorrad- und Hundestaffel sowie mit ihren Gerätschaften und Fahrzeugen das örtliche Rote Kreuz. Etliche BRK-Einsatzfahrzeuge segneten der katholischen Stadtpfarrer Josef Beyrer und sein evangelischen Amtsbruder Walter Last.

Krankenhausgeschäftsführer Dietmar Eine zeigte sich vom unerwartet hohen Besucherandrang erfreut. Neben Ministerialdirektor Höhenberger galt sein besonderer Gruß auch Landrat und Aufsichtsratsvorsitzendem Roland Weigert. Im Rahmen seiner Ausführungen erinnerte der Landkreischef an die rasante Entwicklung des Hauses und den medizinischen Fortschritt. Weigert erwähnte dabei auch die gute Kooperation zwischen Kreiskrankenhaus und den Kliniken St. Elisabeth in Neuburg. Stellvertretender BRK-Kreisvorsitzender Dr. Günther Schalk hob die gute Partnerschaft hervor, die beide Einrichtungen miteinander pflegen. Nicht erfreut war er allerdings über den spärlichen Besuch der Politprominenz zum Auftakt des Tags der offenen Tür. Etlichen Kreisräten und Stadtratskollegen hätte es gut zu Gesicht gestanden, wenn sie gekommen wären. Vielleicht lasse sich manchmal ja auch der Wert einer Einrichtung nicht richtig einschätzen, so Schalk. Ministerialdirektor Michael Höhenberger hob die 389 in Bayern zugelassen Krankenhäuser mit ihren 77 000 Betten, zwei Drittel davon befinden sich außerhalb der Ballungszentren, als moderne Wirtschaftsunternehmen hervor. Dazu zähle auch die Einrichtung in Schrobenhausen. Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen habe man den Puls der Zeit erkannt, lobte Höhenberger. Die bürgernahe Grundversorgung sei bestens gewährleistet. Das Kreiskrankenhaus mit seinen 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wertete er als bedeutenden Standortfaktor. (mr)

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