Newsticker

München hebt Maskenpflicht auf und lockert Kontaktbeschränkungen
  1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. Weichen fürs Berufsleben sind gestellt

27.07.2010

Weichen fürs Berufsleben sind gestellt

Für ihren Berufsschulabschluss mit der Traumnote 1,0 erhielten Margit Brenner, Tamasi Zarkua, Barbara Esch, Michael Blaumoser, Jennifer Dümke, Anja Hinterwinkler, Nadine Klughardt und Veronika Stohl den mit Geld dotierten Staatspreis. Mit den erfolgreichen Schülerinnen und Schülern freuen sich Schulleiter Fritz Füßl (rechts) sowie stellvertretender Schulleiter Berthold Stab (links). Foto: mr
Bild: mr

Neuburg-Schrobenhausen Der lobenden Worte gab es bei der von den Kinderpflegerinnen unter der Stabführung von Oberstudienrat Hans Löffler musikalisch gestalteten Abschlussfeier des beruflichen Schulzentrums an der Monheimer Straße in Neuburg zu recht reichlich. 1,00 - diese phantastische Traumnote konnten nämlich gleich sechs weibliche und zwei männliche Absolventen vorweisen. Neben dem obligatorischen Staatspreis wurden dazu noch Geldpreise ausgelobt.

Für einen Notendurchschnitt von 1,12 bis 1,14 bekamen weitere sechs Damen und Herren ebenfalls einen Staatspreis, allerdings ohne finanzielle Zuwendung. Es scheint heuer ein ganz besonders guter Jahrgang zu sein, wie der Notendurchschnitt von weiteren 18 Absolventinnen und Absolventen beweist. Auch sie haben in ihrem Zeugnis eine Eins vor dem Komma. Dafür gab's dann auch Buchpreise. Einen solchen bekamen auch die beiden Damen, die sich mit einer glatten Zwei beziehungsweise mit 2,2 von der Schule ins Berufsleben verabschiedeten.

Natürlich hatten die Heranwachsenden in erster Linie selbst für ihr gutes Abschneiden gesorgt. Doch da waren neben den Ausbildungsbetrieben, Praktikumsstellen und den Eltern noch die Lehrkräfte, die mit bestem Fachwissen, mit Engagement, Geduld und modernen Unterrichtsmethoden für das nötige Rüstzeug sorgten, erinnerte Oberstudiendirektor Fritz Füßl. Namentlich nannte er in diesem Zusammenhang Studiendirektor Berthold Staab als seinen ständigen Vertreter. Er sei stolz auf seine gesamte Mannschaft, bekannte der Schulleiter und erntete für diese Feststellung seitens der Absolventinnen und Absolventen donnernden Applaus.

Stolz dürften aber auch jene jungen Damen und Herren sein, die keinen Staats- oder Buchpreis ausgehändigt bekommen haben. "Auch wenn der Weg steinig war, so hat es sich am Ende doch gelohnt, ihn zu beschreiten, so Füßl. Insgesamt waren es heuer 504 Schülerinnen und Schüler, die ihre Lehrzeit nach durchschnittlich drei Jahren erfolgreich hinter sich brachten. 412 Absolventen entfallen auf die Berufsschule, der Rest auf die Berufsfachschule für Kinderpflege und Hauswirtschaft. Das Gros stellen mit 76 die Bürokaufleute gefolgt von den Einzelhandelskaufleuten (54) und den Fachkräften für Schutz und Sicherheit (46). Die KFZ-Mechatroniker zählten 44, der Bereich Bank- und Industriekaufleute je 39, die Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik 38, die Servicefachkräfte für Schutz- und Sicherheit 22, die Modenäherinnen sowie die Hauswirtschafterinnen je 20 und die Modeschneiderinnen 14 Berufsschulabgänger.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Dass die nunmehrigen Gesellinnen und Gesellen ihre erbrachte Leistung zurecht feiern dürfen, unterstrich der stellvertretende Landrat Alois Rauscher. Die Weichen für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben seien nunmehr gestellt, ausruhen sollten sich die jungen Leute aber dennoch nicht. Großes Lob hatte Rauscher für die Berufsschule als Institution parat. Im Ergebnis der Absolventen spiegele sich das Engagement der Pädagogen sowie der Schulleitung wider. Um den Standard der Schule weiterhin auf einem hohen Niveau zu halten, werde der Landkreis auch in Zukunft die notwendigen Akzente setzen. Eine Aussage, die Oberstudiendirektor Fritz Füßl natürlich gerne zur Kenntnis nahm. Räumlich ist die Berufsschule an der Monheimer Straße bereits an ihre Grenzen gelangt. "Gebaut wurde sie für 800 Schülerinnen und Schüler, unterrichtet werden aber bereits 1600", so Füßls Hinweis auf die herrschende Raumnot an der Schule.

Die Absolventinnen und Absolventen ermahnte er zur steten Fort- und Weiterbildung. Für die gute Wissensvermittlung dankte namens aller Schulabgänger Schülersprecherin Nicole Jäkel, die mittlerweile die 12HW Kinderpflege abgeschlossen hat.

"Alle Wege sind offen und was gefunden wird, ist unbekannt", lautete, frei nach Pablo Picasso, das tiefschürfende Motto der ökumenischen Besinnung, mit der die Feierstunde eröffnet wurde.

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren