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Bürgerversammlung

28.03.2015

„Biber machen Biotop zum Schandfleck“

Einen richtigen „Verhau“ machten Biber aus dem Grosselfinger Biotop.
Bild: ben

Einige Grosselfinger stören sich an den Werken der Nager

Nachdem das seit Jahren immer wieder angesprochene Vorhaben eines neuen Feuerwehrgerätehauses in Grosselfingen heuer vollendet werden konnte, hielten sich neuerliche Wünsche der Bürger im Nördlinger Stadtteil diesmal in Grenzen. Nichtsdestotrotz wurden auch in Grosselfingen einige Themen angesprochen, bei denen auch im Stadtteil die Schäden von Bibern einen Großteil einnahmen.

Zuvor hatte Ortsprecher Helmut Reichardt viele Bürger im örtlichen Sport- und Schützenverein begrüßt und Stadtkämmerer Bernhard Kugler über den diesjährigen Nördlinger Haushalt referiert. Oberbürgermeister Hermann Faul, der dem jetzigen Ortssprecher genauso für seine Arbeit dankte, wie dessen Vorgängern, ging dann zunächst auf das zuletzt in Grosselfingen von Stadt und Bürgern geleistete ein.

Dabei springe das 580000 Euro teure neue Feuerwehrhaus hervor, das seit Jahrzehnten größte Bauwerk im Stadtteil. Mit viel Eigenleistung der Feuerwehrler und Bürgern sei es endlich ermöglicht worden. Zudem habe man 200000 Euro für eine neue Straßenbeleuchtung ausgegeben, wozu Beitragsrechnungen wohl bis Juli 2015 ausgeliefert würden, so der OB. Auch in Grosselfingen habe man mit Inexio mittlerweile einen zuverlässigen DSL-Partner gefunden, waren sich Faul, wie Bürger einig. Lob gab es von diesen auch für die bisherigen Verbesserungen im örtlichen Kindergarten. Zu prüfen wäre hier noch, ob nicht auch im Gemeindesaal Fenster ausgewechselt werden sollten, so ein Grosselfinger.

Auch der seit einigen Jahren immer wieder angesprochene Weg zum Sportplatz soll spätestens bis zur nächsten Kirchweih begehbar sein, machte Faul den Grosselfingen Hoffnung. Zudem werde die gewünschte 70-Kilometer-Beschränkung am örtlichen Bahnübergang eingerichtet, so Ordnungsamtsleiter Jürgen Landgraf.

Sechs freie städtische Bauplätze gebe es in Grosselfingen noch, warb der Oberbürgermeister, bevor letztlich das derzeit wohl größte Grosselfinger Problem angesprochen wurde, die Biber und ihre in der örtlichen Flur angerichteten Schäden. So hätten die Nager das einst schön begrünte Biotop am örtlichen Sportplatz zu einem stinkenden Schandfleck gemacht, so die Meinung. Dazu räumte Faul ein, dass sich die Tiere überall, wo im Stadtgebiet Wasser fließe, breit gemacht und Schäden angerichtet hätten. Diese müssten aber erst eine gewisse Größe erreichen, damit man Abfanggenehmigungen für sie erreichen könne. Dies sei in Grosselfingen mittlerweile der Fall, so einige Bürger, denn am Biotop müssten quasi wöchentlich Schäden beseitigt werden, damit der daneben liegende Sportplatz nicht überflutet werde.

Zudem hätten die Tiere auch am Grosselfinger Bach tiefe Bauten in die Ufer gegraben, die Gefahrenquellen für Landwirte, Maschinen, Ross und Reiter seien. Nachdem die Tiere auch viel Erdreich in die Gewässer brächten, sollten diese zumindest wieder einmal gesäubert werden, so die Meinung.

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