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18.03.2018

Bitte Rücksicht nehmen: Die Brutsaison hat begonnen

Der Große Brachvogel ist einer der Wiesenbrüter, auf die Spaziergänger und andere jetzt wieder besonders Rücksicht nehmen sollten.
Bild: Helmut Partsch

Jetzt gelten wieder besondere Regelungen, um den Tieren ihren natürlichen Lebensraum zu überlassen.

Der strenge Frost Ende Februar hat die Ankunft der Zugvögel gegenüber dem Vorjahr um einige Tage verzögert. Mittlerweile sind Kiebitz und Großer Brachvogel aber in den Wiesenbrütergebieten des Nördlinger Rieses eingetroffen und besetzen ihre Reviere. „Die ersten Kiebitze vollführen bereits lautstark ihre Balzflüge. Ab Ende März werden sie mit der Ei-Ablage beginnen“, erklärt die Gebietsbetreuerin Judith Kronberg. Ab jetzt ist es für den Bruterfolg der Vögel unter anderem wichtig, dass sie nicht gestört werden.

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„Störungen verursachen Stress bei den Brutvögeln. Je nach Ursache flüchten die Altvögel oder sie verteidigen. Dadurch haben sie einen erhöhten Energieumsatz, den sie über eine verstärkte Nahrungsaufnahme decken müssen. Während der Brutzeit haben die Vögel aber schlichtweg nicht so viel Zeit zum Fressen, da sie eine große Zeitspanne auf ihrem Gelege sitzen.“ Auch schon vor der Ei-Ablage haben die Wiesenbrüter ein erhöhtes Ruhebedürfnis, da es sich um Zugvögel handelt. Beispielsweise haben die Großen Brachvögel gerade eine Reise von einigen Tausend Kilometern von der portugiesischen und nordafrikanischen Altantikküste hinter sich, von der sie sich erholen müssen, bevor es nahtlos mit dem Brutgeschehen weitergeht. Deshalb ist es so wichtig, dass ab März Ruhe in den Wiesenbrütergebieten herrscht, so die Pressemitteilung. Insbesondere Hundebesitzer werden gebeten, ihre Vierbeiner an die Leine zu nehmen. „Viele Hundebesitzer sagen mir, dass ihr Hund den Wiesenbrütern nichts tue. Das glaube ich ihnen auch. Aber der Brachvogel kann das nicht abschätzen. Wenn er einen Hund auf seinen Brutplatz zulaufen sieht, flüchtet er. Dadurch verbraucht der Brutvogel zusätzliche Energie, das Gelege wird nicht bebrütet und liegt offen für Fressfeinde“, erklärt die Gebietsbetreuerin, die gleichzeitig die Funktion einer Wiesenbrüterberaterin innehat.

Auch in den Pfäfflinger Wiesen laufen die Brutvorbereitungen auf Hochtouren. Vom 1. März bis zum 15. Juli gilt wieder die Betretungsregelung. Freizeitnutzer werden gebeten, das ausgewiesene Gebiet bis Mitte Juli zu meiden und auf Alternativwege zum Spazierengehen, Reiten und ähnlichem auszuweichen. Bei Fragen zur genauen Abgrenzung des Gebietes kann man sich an die Gebietsbetreuerin wenden. Träger der Gebietsbetreuung Nördlinger Ries sind der Rieser Naturschutzverein, die Schutzgemeinschaft Wemdinger Ried sowie der Landkreis Donau-Ries. Gefördert wird das Projekt vom Bayerischen Naturschutzfonds. Die Regierung von Schwaben wirkt unterstützend und beratend mit. Mehr dazu unter www.gebietsbetreuer.bayern. (pm)

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