1. Startseite
  2. Lokales (Nördlingen)
  3. Bürgerversammlung: Lehminger wünschen sich Bauplätze

Lehmingen

05.11.2018

Bürgerversammlung: Lehminger wünschen sich Bauplätze

Landschaftlich reizvoll streift die Wörnitz Lehmingen, engt aber auch die Entwicklung des Dorfes ein.
Bild: Peter Tippl

Weshalb es in dem Stadtteil schwierig ist, Flächen für Bauland zu erhalten.

Das Thema „Baugebiet“ stand bei der Bürgerversammlung im Oettinger Ortsteil Lehmingen erneut im Mittelpunkt der Diskussion. Eine rasante Dorfentwicklung kann der knapp 300 Einwohner zählende Ortsteil mit Neugestaltung des Dorfplatzes, Umgestaltung der ehemaligen Schule zum Bürgerhaus, neuem Feuerwehrgerätehaus oder Verbesserung des Umgriffs beim Sportheim in den vergangenen Jahren aufweisen, jedoch „drückt“ die Bürger nach wie vor mangelndes Bauplatzangebot.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

In der vierten von sechs Bürgerversammlungen erläuterte Bürgermeisterin Petra Wagner zu Beginn der Versammlung im Rechenschaftsbericht die allgemeine Entwicklung der Stadt, die Finanzlage und durchgeführten Maßnahmen und die geplanten Projekte. Etliche Stadträte aus den Fraktionen und Stadtbaumeister Klaus Obermeyer begrüßte Wagner im schmucken Bürgerhaus in Lehmingen. Wie in den vorangegangenen Bürgerversammlungen berichtete sie von konstanten Einwohnerzahlen um 5200 Bürgern im gesamten Stadtgebiet, von erfreulichen 39 Geburten in diesem Jahr, einem Verwaltungshaushalt von knapp 13 Millionen Euro und Investitionshaushalt von vier Millionen Euro, dem für Oettingen wichtigen Einkaufstreff an der Nördlinger Straße, Wohnbauentwicklung wie am „Storchennest“, im „Kelterfeld“ oder der Investition von 4,5 Millionen Euro der Diakonie Neuendettelsau an der Anton-Jaumann-Straße für das Inklusions-Wohnprojekt und Baumaßnahmen in den Ortsteilen. Das gesamte Umfeld am Lehminger Sportheim wurde für rund 88000 Euro neu gestaltet, asphaltiert und eine Teilfläche neu gepflastert. Zukunftsprojekte für die Stadtentwicklung seien die Umgestaltung des Wörnitzfreibads (etwa 1,1 Millionen Euro) und die Sanierung der Dreifachturnhalle, Neubau einer Montessori-Schule, Anbau am Kinderheim durch die Lebenshilfe und Neubau von Sozialwohnungen beim „Weißen Kreuz“.

In der Diskussion der Bürgerversammlung wurde unmittelbar die Frage nach Bauplätzen aufgeworfen, deren schwierige Bereitstellung aber den Lehminger Bürgern bewusst war. Die Wörnitz enge durch ihren Naturraum ein, Streuobstwiesen oder landwirtschaftliche Nutzung stünden dem Flächenbedarf für Bauland entgegen.

Bürgerversammlung: Lehminger wünschen sich Bauplätze

Ortssprecher Karl Kleemann, seit vier Jahren auch gewählter Stadtrat, fasste die positive Entwicklung in Lehmingen mit Neugestaltung des Dorfplatzes, Umbau des ehemaligen Schulgebäudes zum Bürgerhaus, Neubau eines Feuerwehrgerätehauses oder den neuen Wörnitzradweg zusammen. Dazu passe, dass im 276 Einwohner zählenden Lehmingen in diesem Jahr bereits zehn Geburten zu verzeichnen waren und Bauland wirklich wichtig wäre. Zwar sei Lehmingen noch landwirtschaftlich geprägt, und für deren Betrieb zeige die Bevölkerung Verständnis, aus der Versammlung wurde aber auch mehr Rücksicht der landwirtschaftlichen Fahrzeugführer gewünscht.

Die Bürgermeisterin sprach den Verantwortlichen des Sportvereins Dank für die Gestaltung der Kirchweih im September aus, dankte für das gute Miteinander im Dorf, allen die sich hierfür engagieren und die rege Annahme des Bürgerhauses. Die Blaskapelle habe hier ein musikalisches Domizil erhalten, viele Vereine nutzen diesen zentralen Anlaufpunkt. Petra Wagner erinnerte noch an den sagenhaften Ausflug mit der Blaskapelle Lehmingen zur Nördlinger Hütte Anfang Juli und begeisternden Auftritten in der Bergwelt des Karwendelgebirges.

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren