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16.11.2017

Feuerwehrhaus oder Schillerstraße?

Im Vermögenshaushalt 2018 sind die Kosten für die Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Pflaumloch und Nähermemmingen eingeplant.
Bild: Mack

Im Investitionsprogramm 2018 steht das Vorhaben der Gemeinde, das die höhere Förderung erhält.

Riesbürg Der Gemeinderat Riesbürg hat in seiner jüngsten Sitzung das Investitionsprogramm für 2018 beraten und dabei zwei Vorhaben in den Mittelpunkt gestellt: den Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Kombination mit einem neuen Bauhof und die Sanierung der Schillerstraße in Pflaumloch. Begonnen wird allerdings nur mit dem Projekt, das vom Land Baden-Württemberg über das staatliche Zuschussprogramm „Ausgleichsstock“ gefördert wird. Das andere Vorhaben wird folglich zurückgestellt.

Nach Aussage von Bürgermeister Willibald Freihart genießt das Kombigebäude Feuerwehr/Bauhof Priorität. Der Kostenansatz hierfür liege bei rund drei Millionen Euro brutto. Sollte dieses Projekt zum Tragen kommen, müsste Riesbürg im kommenden Jahr zum Ausgleich des Haushalts eine Kreditaufnahme von 832 000 Euro einplanen. Der Schuldenstand zum Ende des Jahres läge dann bei 1,6 Millionen Euro, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 715 Euro entspreche.

Würde die Schillerstraße den Vorrang erhalten, wären 679000 Euro an Krediten nötig bei knapp 1,5 Millionen Euro Schulden Ende 2018. Pro-Kopf bedeute dies 648 Euro. Freihart zufolge wird die Gemeinde zum Etatausgleich zudem aus der Rücklage 200000 Euro entnehmen. Wie der Bürgermeister weiter betonte, habe die Kommune für den Bauhofteil des Kombigebäudes bereits einen Zuschussantrag für das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) eingereicht. Beim Feuerwehrteil hoffe man auf eine Förderung aus dem Fachprogramm „Z-Feu“.

Weiter eingeplant sind im nächsten Vermögenshaushalt die Kosten für die vorgesehene Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Pflaumloch und Nähermemmingen. Der Riesbürger Anteil liegt nach derzeitigem Stand bei 175000 Euro. Aus Mitteln des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG) sollen 75000 Euro kommen. Die Hauptlast der Finanzierung liegt bei der Stadt Nördlingen.

Mit 150000 Euro sind die Einnahmen aus Bauplatzverkäufen recht zurückhaltend angesetzt. Die Gemeinde rechnet mit nur jeweils einem Verkauf in den drei Ortsteilen. Von einem Bauboom wie in anderen Kommunen des Rieses oder im Ostalbkreis kann daher in Riesbürg keine Rede sein.

Wie sich der Gesamthaushalt für das nächste Jahr darstellt, werden die Etatberatungen Ende November ergeben. Dann ist auch klar, mit wie viel Steuereinnahmen Riesbürg rechnen kann. Willibald Freihart sprach von einer insgesamt „sehr guten finanziellen Situation“ seiner Kommune. Auch für die kommenden Jahre sei mit keinen großen Veränderungen zu rechnen. Der Haushalt des Jahres 2017 verlaufe ebenfalls positiv. Dies komme nicht zuletzt dadurch zum Ausdruck, dass kein Darlehen benötigt werde. Die Deckungslücke gleiche die Gemeinde durch Rücklagen aus, so Freihart. Ohne große Diskussion stimmten die Gemeinderäte dem vorgelegten Investitionsprogramm für 2018 einmütig zu. (bs)

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