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Qualitätstrocknung

27.04.2019

Genossenschaft meistert Dürrejahr

Bei der dritten Generalversammlung der Qualitätstrocknung waren Simon Burkhard (von links), der Geehrte Christian Murr, Matthias Kleemann und Christian Scheuerlein.
Bild: Sonja Gutmann

Vorteile der Fusion schlagen durch. Auch Wechingen mit guten Zahlen

Die Qualitätstrocknung Nordbayern (QTN) produziert an fünf Standorten in Mittelfranken (Gunzenhausen, Windsbach, Ellingen), Schwaben (Wechingen) und der Oberpfalz (Röckersbühl) hochwertige Futtermittel für den Nutztier- und Hobbybereich. Bei der dritten Generalversammlung in Röckersbühl begrüßte nun Aufsichtsratsvorsitzender Matthias Kleemann Mitglieder sowie Gäste und sagte, dass die QTN seit ihrer Fusion 2016, mit 140 Mitarbeitern und fünf Standorten, die größte deutsche Trocknungsgenossenschaft sei.

„Zwei Extreme liegen hinter uns“, beschrieb Geschäftsführer Simon Burkhard die vergangenen Jahre, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Auf Grund der günstigen Witterung habe man 2017 noch eine Rekordproduktion erzielt, dann brach wegen ausbleibenden Niederschlages in vielen Gebieten die Produktions bei den Kernprodukten um bis zu 30 Prozent ein. Doch die breit gefächerte Produktpalette und zahlreichen Standbeine der 4000 Mitglieder starken Genossenschaft machten sich bezahlt.

In einem detaillierten Jahres- und Produktionsbericht sprach der Geschäftsführer dann von der extremen Trockenheit in einigen Regionen des Einzugsgebietes und dem damit verbundenen Futtermangel. Während sich in der Oberpfalz die Dürre besonders stark bemerkbar machte, sah es mit dem Aufwuchs in Nordschwaben deutlich besser aus.

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Dies führte dazu, dass die Produktion an Grüncobs und -ballen spürbar hinter dem Jahr davor zurückblieb. Dass die absolute Produktionsmenge mit knapp 39000 Tonnen dennoch nur zwölf Prozent unter Vorjahresniveau lag, sei den Vorteilen der Fusion zu verdanken. Denn zwischen den Standorten wurden freie Kapazitäten genutzt und die Anlagen so besser ausgelastet. Dazu gehöre das Gunzenhausener WB-Qualitätsfutterwerk, das auf den Handel und die Produktion hochwertiger Mischfuttermittel spezialisiert ist und mit 47000 Tonnen rund 14 Prozent mehr als im Vorjahr absetzte. Auch in der zweiten Tochterfirma, der Energie TG Wechingen, wurde eine positive Jahresbilanz gezogen. Deren Biogasanlage speiste mit einer Auslastung von knapp 99 Prozent über 10000 Mwh Strom ein und versorgt damit mittlerweile 108 Haushalte mit Wärme.

Um die Genossenschaft für die Zukunft zu rüsten, werden aktuell auch größere Umbaumaßnahmen an zwei Standorten durchgeführt. So bekommt Röckersbühl für 240000 Euro eine neue Brennkammer und eine ertüchtigte Erdgasstation. In Gunzenhausen wird für 1,4 Millionen sogar die gesamte Anlage erneuert.

Auch der Mitgliederservice wird mit Mahd- und Schwadzusammenführung durch die QTN verbessert. Vorstandsvorsitzender Christian Scheuerlein bedankte sich beim Personal und der Verwaltung für ihren außerordentlichen Einsatz. Bereits für 30 Jahre Dienste wurde der Windsbacher Anlagenführer Christian Murr geehrt.

Die Bilanzsumme betrage rund 16 Millionen Euro, durch die niedrigere Produktionsmenge seien jedoch die Umsatzerlöse gesunken, so Scheuerlein. Darum sei auch das Jahresergebnis nicht zufriedenstellend. Am Ende bleibe ein positives Gesamtjahresergebnis von 22000 Euro. Bei den turnusgemäßen Wahlen wurden Matthias Kleemann (Lehmingen), Manfred Schmidt (Frankenhofen), Hans Zeiner (Kleinabenberg) und Georg Thumann (Köstlbach) mit klarem Votum in den Aufsichtsrat entsandt. Gstanzlsänga Lucky sorgte zu fortgeschrittener Stunde mit seinen Witzen für beste Stimmung. (pm)

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