Newsticker

Bundesregierung erklärt fast ganz Österreich und Italien zu Risikogebieten
  1. Startseite
  2. Lokales (Nördlingen)
  3. Klein, rot und überaus aromatisch

RN-Serie

21.05.2015

Klein, rot und überaus aromatisch

Für viele Gartenfreunde eine der Lieblingsfrüchte im Frühsommer: die Erdbeere, hier kurz nach dem Einpflanzen.
Bild: Inka Möwes

Bald beginnt die Erdbeer-Erntezeit. Welche Tipps man beim Anbau beachten sollte

Bei Groß und Klein beliebt, klein, aromatisch und rot: Die Erdbeeren sind besonders im Sommer in fast aller Munde. „Am besten schmecken sie direkt vom Strauch gepflückt. Kurz drauf pusten und genießen“, empfiehlt Brigitte Berndorfer, Mitglied im Gartenbau- und Verschönerungsverein Balgheim. Erdbeeren selbst anzubauen, sei gar nicht so schwer, solange man ein paar Dinge beachtet, versichern die anderen Mitglieder, darunter der Vorsitzende Gerhard Strobel.

Die Erdbeere (oder Fragaria) zähle zur Familie der Rosengewächse, erklären die Mitglieder. Es gibt verschiedene Sorten; bekannte wären zum Beispiel die Senga Sengana, oder die etwas neuere Korona. Die beiden unterscheiden sich in Größe, Reife und im Geschmack. Eine weitere bekannte Sorte seien die Wald-erdbeeren, die fast überall ganzjährig wachsen, sehr klein, aber dafür extrem süß und aromatisch seien, sagt Gerhard Gerstmeyer.

Das vorgedüngte Beet sollte an einem sonnigen Platz liegen, da die Früchte die Sonne zum Reifen benötigen. Alternativ kann man die Erdbeerpflanzen auch in Kübel oder Balkonkästen setzen. Außerdem ist wichtig, dass die Ableger von einer Pflanze stammen, die älter als ein Jahr ist. Von einer Pflanze sollen auch nur ein- bis zweimal Setzlinge benutzt werden, danach müsse eine neue her. Tipp der Mitglieder: am besten die Ablegerpflanze beim Gärtner kaufen und nicht beim Discounter. Dadurch unterstütze man nicht nur die kleineren Läden, man könne sich auch auf die Qualität verlassen.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Eingepflanzt werde in Zeilen oder Reihen. Beachten solle man dabei, dass die Zeilen einen Abstand von etwa 60 Zentimeter haben, und die Pflanzen im Abstand von etwa 30 Zentimetern gesetzt werden. Dadurch hat die Pflanze genügend Platz. Denn Erdbeeren haben sogenannte Flachwurzeln, die eher in die Breite gehen und nicht in die Tiefe. Die Ableger sollten so gesetzt werden, dass das Herz, der Teil der Pflanze zwischen Wurzeln und Stielen, offen liegt.

In der Blüte benötigen die Pflanzen sehr viel Wasser. Während der Reifezeit legt man eine Mulchschicht aus Stroh aus. Dadurch berühren die Erdbeeren nicht direkt die Erde, was vor Nässe schützt und Schimmel an den Früchten vorbeugt. Eine Alternative dazu zeigt Berndorfer: ein Holzstäbchen zwischen Stiel der Erdbeere und Boden stecken. Gegossen werden solle nur im Flachen und nicht über den Früchten, ebenfalls als Vorsorge vor Schimmelbildung.

Nach der Ernte düngen und zurückschneiden

Vor Ameisen, Schnecken oder auch Amseln könne man sich schützen, indem zwischen die Erdbeeren Knoblauch gepflanzt wird. Anfang bis Mitte Juni beginnt schließlich die Erntezeit. Bis in den Herbst kann die Erdbeerpflanze bis zu zweimal tragen. Nach der Ernte, bis etwa Anfang August, wird mit Kompost gedüngt, die Blätter bis kurz über dem Herz und die nachwachsenden Setzlinge abgeschnitten. „Diese rauben der Pflanze Kraft“, erklärt Helga Bäuerle, die zweite Vorsitzende. Das könne etwa drei Jahre so weiterlaufen, wobei im zweiten Jahr die Ernte am größten ausfalle, versichern die Mitglieder. Dann solle bei der Neupflanzung ein Standortwechsel vorgenommen werden.

Egal ob im Kuchen, als Marmelade, als Likör, oder doch pur – bei der Zubereitung stehen alle Gartentüren offen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, und doch hat jeder seinen eigenen Favoriten. Strobel verrät: „Vanilleeis mit Erdbeeren und Sahne“.

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren