Konzert

03.12.2016

Motetten und Chorsätze

Der Singkreis der evangelischen Marienkirche Schmähingen sang unter der Leitung von Organist Dietrich Höpfner Motetten und Chorsätze.
Bild: Leeder

Gäste fordern drei Zugaben vom Singkreis Schmähingen

Ein äußerst hörenswertes Programm bot vor einem sehr zahlreichen Publikum der Singkreis der evangelischen Marienkirche Schmähingen unter der Leitung von Organist Dietrich Höpfner. Mit Motetten und Chorsätzen von Gottfried August Homilius, Gertrud Reber, Johann Heinrich Lützel und Dietrich Höpfner konnte der Chor sein Können zeigen, wobei besonders die deutliche Aussprache und die dynamische Bandbreite überzeugten.

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Im Mittelpunkt des Programms standen drei recht anspruchsvolle Motetten von Max Reger anlässlich dessen 100. Todesjahres, umrahmt von zwei Regerschen Orgelchorälen zu weihnachtlichen Liedern. Die Adventskantate „Machet die Tore weit“ von Wolfgang Rosenmüller bestach vor allem durch die Schlichtheit der Tonsprache sowie durch die treffende Auswahl der Texte. Beim „Magnificat“ (aus Taizé) band Dietrich Höpfner die Zuhörenden mit ein, indem er sie zu einem Doppelkanon animierte und anleitete, der schließlich von einem achtstimmigen Chorsatz begleitet wurde.

Den Klangreichtum der Schmähinger Barockorgel stellte Dietrich Höpfner unter Beweis mit einer Suite in fünf Sätzen von Johann Caspar Simon, der bis 1750 als Organist an St. Georg in Nördlingen tätig war. Interessant wegen ihrer avantgardistischen Tonsprache waren die beiden Choralbearbeitungen von Helmut Walcha. Der blinde Tonkünstler, tätig als Organist und Professor in Frankfurt/Main, verstarb vor 25 Jahren.

Mit drei Zugaben bedankten sich die Akteure bei den Zuhörern für den reichen Applaus. Hausherr Pfarrer Imrich wies auf die lange Tradition der Adventskonzerte in Schmähingen seit 1968 hin. Er entließ die Gäste mit einem meditativen Text aus der adventlich geschmückten Marienkirche. (pm)

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