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Tradition

04.05.2018

Sie setzt Schwaben die Bierkrone auf

Zum ersten Mal in der Geschichte entschied eine Schwäbin den Kampf um die Bayerische Bierkönigin für sich: In einem Kopf-an-Kopf-Rennen setzte sich Johanna Seiler aus Appetshofen gegen fünf verbliebene Mitstreiter innen durch.
Bild: Sigi Mueller/bayerisches-bier.de

In einem spannenden Finale entscheidet Johanna Seiler aus Appetshofen die Wahl zur Bayerischen Bierkönigin für sich. Wie die Rieserin den Abend erlebte und was auf sie zukommt.

Der Tag des Finales war gekommen. Bei einem letzten Aufeinandertreffen kämpften sechs gestandene Frauen aus dem Freistaat um die Krone der Bayerischen Bierkönigin. In einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen entschied Johanna Seiler aus Appetshofen die Wahl für sich. Sie ist damit die erste Amtsinhaberin aus Schwaben.

Früh begann der Tag der Entscheidung für die Rieserin. Mittags wurden Johanna Seiler und ihre Mitstreiterinnen für den finalen Abend gestylt. Nach einer letzten Generalprobe traten sie vor knapp 400 Gästen in der Münchner Kongresshalle an. Das große Finale begann. Mit einem „Home-Video“ stellten sich die sechs verbliebenen Kandidatinnen dem Publikum im Saal vor. Anschließend beantworteten sie drei Minuten lang Fragen der Jury, erzählt die Studentin.

In einer zweiten Runde zog die Rieserin als erste der Finalistinnen eine aus zwölf abgedeckten Bierflaschen. Nun hieß es, die gezogene Biersorte zu bestimmen, in das passende Glas einzuschenken und bis ins kleinste Detail zu präsentieren. „Glücklicherweise zog ich mein absolutes Lieblingsbier, ein alkoholfreies Weißbier“, erzählt die Hobbyläuferin. Die Aufgabe löste sie folglich mit Bravour. Die Jury und das Publikum waren von der charmanten Bierliebhaberin begeistert. Auch die Fragerunde zur bayerischen Braukultur konnten der 26-Jährigen nichts anhaben.

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Nach einer kurzen Pause hinter der Bühne war es dann endlich soweit. Mit dem Rücken zum Bildschirm gewandt, warteten die sechs Kandidatinnen auf das Ergebnis. „Alle Augen waren auf uns gerichtet“, erinnert sich die Rieserin an diesen Moment. Schließlich erschien Johannes Name auf der Anzeige. Mit einem knappen Vorsprung von vier Prozent holte sich Johanna Seiler die Krone der bayerischen Bierkultur. Sie hatte es geschafft. Die harte Arbeit der vergangenen Wochen zahlte sich aus.

Auf einem roten Thron sitzend, krönte die amtierende Bierkönigin Lena Hochstraßer ihre Nachfolgerin. Kurz darauf verschwand die gebürtige Appetshoferin im Blitzlichtgewitter. Es folgten Interviews mit unterschiedlichen Kamerateams, zahlreiche Glückwünsche und eine kurze Nacht für die überwältigte Rieserin.

Bereits früh am Morgen wurden letzte Formalitäten geklärt, der grobe Ablauf für das kommende Jahr besprochen und die ersten Pflichttermine in den Kalender der 26-Jährigen eingetragen. Im Dirndl und mit ihrem Krönchen auf dem Kopf holte sie sich anschließend noch das „Okay“ ihrer Chefin. Erst dann schnaufte die Rieserin zum ersten Mal wirklich durch. Realisiert, was wenige Stunden zuvor passiert war, hatte die Werksstudentin aber noch nicht: „Das dauert wohl noch ein paar Tage.“

Der erste offizielle Termin findet am kommenden Montag bei einem Treffen mit der bayerischen Landwirtschaftsministerin statt. Kurz darauf startet die Werksstudentin dann in das Training für die ihr bevorstehenden Bieranstiche. Damit sie stets für jeden Anlass das passende Dirndl im Schrank hat, wird die 26-Jährige mit einer exklusiven Kollektion von Münchens Diplomdesignerin Elisa Berzaghi-Freymann ausgestattet. In ihrer Garage wartet zudem ein BMW auf die charmante Rieserin. „Mit meiner Bierköniginnen-Kutsche fahre ich als erstes in meine Heimat nach Appetshofen“, lacht Seiler, um ihren Sieg gebührend zu feiern. Besonders gefreut hat sich auch Möttingens Bürgermeister und Johannas Papa, Erwin Seiler.

Mit einem „Fanclub“aus knapp 30 Familienangehörigen, Freunden und Bekannten der 26-Jährigen fieberte der Familienvater live vor Ort bis zum Schluss mit. „Als Papa bin ich sehr stolz auf meine Johanna“, zeigt sich Seiler vom Ergebnis der Wahl begeistert, „es ist toll, dass sie sich das alles zumutet.“

Zudem sieht der Bürgermeister in dem Sieg seiner Tochter auch eine Chance für die gesamte Region. Weit über die bayerischen Grenzen hinaus werde das Amt der Bayerischen Bierkönigin schließlich vermarket. Ein Highlight für die Gemeinde Möttingen, das Ries und Schwaben allgemein.

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