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Vortrag

17.11.2019

Wie könnte die Zukunft Oettingens aussehen?

Matti Müller war als Referent in der Goldenen Gans in Oettingen.
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Matti Müller war als Referent in der Goldenen Gans in Oettingen.
Bild: Verena Mörzl

Plus Matti Müller diskutiert mit Bürgern im Kinosaal der Goldenen Gans über Perspektiven für die Stadt. Ein Ideenabend, an dem es unter anderem um eine Sommerrodelbahn, öffentlichen Nahverkehr und die Senioren geht.

Ob nun die Sommerrodelbahn, der Kletterpark oder das Windrad irgendwann einmal auf dem Oettinger Roßfeld gebaut wird, ist längst nicht gesagt. Darum ging es bei einem Diskussionsabend im Kinosaal der Goldenen Gans am Samstagabend in Oettingen auch gar nicht. Es ging um Ideen für die Zukunft, Visionen, vielleicht sogar eine Agenda 2040, wie es der Referent und frühere Bürgermeister der Stadt, Matti Müller, vorschlug. Ludwig Däubler und German Fall hatten die Veranstaltung initiiert, um parteiübergreifend zu diskutieren, welche Projekte Oettingen in der Zukunft guttun würden. Müller war in ihren Augen deshalb ein guter Referent, weil er aus eigener Erfahrung die Gegebenheiten in Oettingen kennt, aber auch einen Blick von außen hat. Nach seinem Vortrag äußerten viele Bürger ihre Ideen für Oettingen.

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Matti Müller sagte, dass es in Oettingen sehr gut laufe. Steuereinnahmen seien gestiegen, aber es klopfe eben auch die Rezession an die Tür. Neben der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt und dem Einzelhandel müsse auch ein Blick auf den Klimaschutz gelenkt werden. Als größte Stärke Oettingens, gleichzeitig aber auch größte Schwäche, nannte Müller die Lage. „Oettingen liegt nicht an den großen Verkehrsrouten, aber in einer wunderschönen Landschaft“, sagte Müller. Es gebe eine sehr gute Schullandschaft, die Oettinger seien gebildet und das kulturelle Angebot habe zugenommen, was nicht zuletzt auch auf ebendiese gebildete Bevölkerung zurückzuführen sei.

Ideen für eine familienfreundlichere Stadt

Um die Stadt familienfreundlicher zu machen, könnten günstiger Wohnraum und Kinderbetreuungsmöglichkeiten in den Ferien geschaffen werden. Müller ist der Ansicht, dass die Verwaltungsgemeinschaft Oettingen auch ein Hallenbad schultern könnte (Vorschlag German Fall: An die Krone würde statt des Zwischenbaus auch ein einfaches Hallenbad passen). Gerade für die ältere Bevölkerung gebe es noch viele Angebote, um deren Leben in der Stadt aufzuwerten. Shuttlebusse, beziehungsweise eine grundsätzliche Aufwertung des öffentlichen Personennahverkehrs, zählten zu seinen Vorschlägen. Er sagte: „Man kann gar nicht von Nahverkehr sprechen, sondern es ist Zufall, wenn mal ein Bus kommt.“ Die Soziale Stadt sei ein „herausragendes Merkmal Oettingens“, aber die Kommune müsse noch viel mehr zu einer Mehrgenerationenstadt werden. Auch ein Sozialkaufhaus sei eine Vision.

Wie könnte die Zukunft Oettingens aussehen?

Dem Referenten ist zudem aufgefallen, dass ein Tourismus-Konzept die Stadt bereichern würde. Es müsse eine klare Zielvorstellung geben und der Weg dorthin erarbeitet werden. Die Vision müsse zu Oettingen passen. Beispielhaft nannte er einen Kletterpark oder eine Sommerrodelbahn auf dem Roßfeld. Nachtmärkte könnten das Angebot der Werbegemeinschaft und der Tourist-Info noch ergänzen, meinte er.

Bürger sollen nicht zögern, ihre Ideen einzubringen

Müller forderte die Bürger dazu auf, sich mehr einzubringen. Sich zu trauen, Ideen kundzutun. Das taten an diesem Abend schließlich viele der rund 100 Diskussionsteilnehmer. Andreas Hönle griff Müllers Sichtweise auf, über den „Riesrand hinauszuschauen“, um die Stadt weiterzuentwickeln. Er fand zudem die Themen Klimaneutralität und Mehr-GenerationenWohnen interessant. Christa Zellinger wollte noch mehr Unterstützung für die älteren Bürger, es gebe keine Organisationen wie „die Helfenden Hände“, um Senioren beispielsweise beim Einkaufen zu unterstützen. Xenia Münderlein sagte wiederum, dass auch für die jungen Bürger Angebote fehlten, Schwimm- oder Tanzunterricht schlug sie vor und sagte: „Bei so vielen Turnhallen sollte man denken, dass das möglich ist – ist es aber nicht.“ Peter Wolfinger sprach die Chancen und Risiken der Digitalisierung an, dass vor allem aber die Infrastruktur passen müsse, mit deutlich leistungsfähigeren Leitungen (Gigabit-Netze). Ludwig Däubler sagte schließlich, dass die Bürgernähe wichtig sei. Nur eines solle sich grundlegend ändern: die Parteipolitik im Stadtrat.

An diesem Abend wurden noch weitere Ideen genannt: ein Mehr-Generationen-Treff mit Einkaufsmöglichkeit, Geothermie, Stadtratsprotokolle im Internet, Kinderspielplätze mit Fitnessmöglichkeiten oder ein Trimm-Dich-Pfad, Marketing für den Urlaub im Ries und eine grünere Innenstadt.

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