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Bundespolizei

10.07.2019

28 Festnahmen bei Razzien gegen Scheinehen

In vier Bundesländern geht die Polizei gegen bandenmäßige Scheinehen vor. Mehrere Menschen werden festgenommen. Der Schwerpunkt liegt im Großraum Leipzig.
Video: dpa

Die Bundespolizei geht in vier Bundesländern gegen bandenmäßige Scheinehen vor. Dutzende Gebäude werden durchsucht, gegen mehr als 60 Menschen wird ermittelt.

Bei einer Großrazzia sind rund 550 Beamte der Bundespolizei gegen bandenmäßige Scheinehen vorgegangen. Schwerpunkt der Ermittlungen sei der Großraum Leipzig, sagte ein Sprecher der Behörde in Leipzig.

Insgesamt seien seit dem frühen Mittwochmorgen in Sachsen, Thüringen, Rheinland-Pfalz und Bayern 39 Objekte durchsucht worden. 30 davon befinden sich in und um Leipzig. Auch im thüringischen Altenburg, in Ludwigshafen am Rhein sowie in drei bayrischen Städten waren Polizisten im Einsatz.

Bei den Razzien gegen bandenmäßige Scheinehen sind 28 Menschen festgenommen worden

Den Angaben zufolge laufen die Verfahren gegen zwei Hauptbeschuldigte und 66 weitere Verdächtige. 28 Menschen seien bisher vorläufig festgenommen worden. Bereits seit Frühjahr 2017 laufen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Leipzig die Ermittlungen wegen des banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern.

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Die hauptsächlich pakistanischen oder indischen Staatsangehörigen sollen nach Osteuropa und Zypern eingereist und dort mit Frauen verheiratet worden sein, um anschließend als Ehepartner in Deutschland eine EU-Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen. Teilweise seien die Eheschließungen fingiert gewesen. Zudem sollen die Verdächtigen auch Arbeits- und Meldebescheinigungen gefälscht haben.

Zwischen 15.000 und 22.000 Euro sollen für die Vermittlungen geflossen sein, so der Polizeisprecher. Erste Hinweise habe es aus dem Ausland gegeben. Deswegen arbeitet die Bundespolizei in diesem Fall auch mit Europol zusammen. Bei den Durchsuchungen am Mittwoch sind den Angaben zufolge unter anderem Heiratsurkunden, Mobiltelefone, Bargeld und Speichermedien sichergestellt worden. (dpa)

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