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Sankt Martin 2016

11.11.2016

Darum feiern wir den Martinstag mit Martinsgänsen und Laternen

St. Martin 2016: Warum feiern wir Martin von Tours?
Bild: Maurizio Gambarini (dpa)

Heute ist St. Martins Tag - es werden viele Kinder mit Laternen losziehen. Aber wer war der Heilige? Was hat es mit den Martinsgänsen auf sich? Und was bedeuten die Laternen?

St. Martin 2016: Wann feiern wir den Martinstag?

Der Martinstag ist immer am 11. November. Doch was steckt hinter diesem Datum? Der heilige Martin ist bereits am 8. November 397 gestorben, seine Beerdigung fand aber am 11. November statt - unter großer Anteilnahme der Bevölkerung. Dieses Datum wurde damit zum Gedenktag, der bis heute gefeiert wird.

Wer war eigentlich Sankt Martin?

Mit Sankt Martin wird der heilige Martin von Tours bezeichnet. Er wurde 316 nach Christus im heutigen Ungarn geboren und trat bereits mit 15 Jahren in die römische Armee ein. Wenig später soll es zu der guten Tat gekommen sein, die bis heute so überliefert ist:

Martin traft im Winter einen frierenden Bettler. Er selbst hatte nichts außer seinen Waffen und seiner Kleidung bei sich - was ihn nicht davon abhielt, dem Mann zu helfen. Mit seinem Schwert durchtrennte er seinen Militärmantel und gab dem Bettler eine Hälfte.

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In der folgenden Nacht soll Martin Jesus Christus im Traum erschienen sein. Er gab nach dieser Erscheinung seinen Dienst als Soldat auf und wurde Schüler des Kirchenlehrers Hilarius. Später stieg er zum Bischof von Tours auf.

Was bedeuten die Laternen an Sankt Martin?

Am Martinstag gibt es oft Umzüge mit Laternen. "Die Laternenumzüge gehen einerseits auf die Lichterprozessionen zurück, die am Vorabend von hohen Festen stattfanden, zum anderen lösen sie die Martinsfeuer ab, die vielleicht Überbleibsel vorchristlicher, germanischer Erntedankfeste sind", heißt es vom Bistum  Augsburg dazu. Licht spielt in der christlichen Symbolik allgemein eine große Rolle, da es für die Heiligkeit Gottes steht.

Bei den Laternen-Umzug wird oft auch die Geschichte von St. Martin nachgestellt. Oft verkleidet sich ein Mann als Soldat, der das Schenken des Mantels nachstellt. Auch für St. Martin 2016 sind in Europa wieder unzählige Umzüge geplant.

Warum gibt es eine Martinsgans?

Neben Hefegebäck gibt es an St. Martin auch eine Martinsgans. Die geht wiederum auf eine Geschichte über Martin von Tours zurück: Der war so bescheiden und zurückhaltend, dass er sich in einem Gänsestall versteckt haben soll, als er von seiner Wahl zum Bischof erfuhr. Doch die Gänse machten so laute Geräusche, dass sie ihn verrieten - und die Bürger ihn finden konnten. AZ

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