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Bexbach

11.07.2011

Giftige Spinne bleibt verschwunden: Supermarkt öffnet wieder

Eine Studentin betrachtet im Zoologischen Institut der Universität München eine etwa 3 Zentimeter (Körpergröße) große Bananenspinne (Phoneutria nigriventer) (Archivfoto vom 11.07.2003).
Bild: Peter Kneffel

Eine mutmaßlich hochgiftige Spinne in einem Supermarkt hat am Wochenende für Aufsehen gesorgt. Die Spinne ist nicht gefunden, der Supermarkt öffnet jedoch wieder.

Als Mitarbeiter in einem Supermarkt in Bexbach im Saarland Waren auspackten, müssen sie einen ordentlichen Schreck bekommen haben. Aus einer Bananenkiste sprang eine Spinne. Vermutlich handelte es sich um eine hochgiftige Bananenspinne. Der Vorfall passierte am Freitagabend. Eine Suche in dem 5000 Quadratmeter großen Supermarkt nach der Spinne blieb ergebnislos. Die Spinne war weg. In der Nacht zum Sonntag wurde dann Gift in dem Markt versprüht.  

Das ganze Geschäft sei mit den Mitteln vernebelt worden,  sagte ein Sprecher der Supermarktkette Real in Mönchengladbach.  Damit würden grundsätzlich alle Insekten getötet. Der Supermarkt soll am heutigen Montag wieder eröffnet werden. Das Unternehmen  warte auf die Freigabe der Landesbehörden, so der Sprecher. Frische Ware wie Obst  und Gemüse wurde entsorgt.

Suchen nach der giftigen Spinne

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Eigentlich war der Plan, dass nach dem Einsatz des Schädlingsbekämpfungsmittels, die tote Spinne gesucht wird. Doch scheint es realistisch, dass das Tier gar nicht mehr auftaucht. Durch den  Einsatz der Schädlingsbekämpfungsmittel schrumpften die Tiere  erheblich, sagte der Unternehmenssprecher. Es werde sich daher möglicherweise nie sagen lassen,  ob es sich bei der Spinne tatsächlich um eine giftige Bananenspinne  aus Südamerika handelte.

Es kann aber auch sein, dass das Krabbeltier den Supermarkt längst verlassen hat. Nach Auskunft eines Spezialisten sind die Überlebenschancen der Spinne hierzulande im Freien gering. Die Nächte  seien den Angaben zufolge zu kalt, sagte der Polizeisprecher.

Nach Angaben von Direktors des  Neunkirchener Zoos, Norbert Fritsch, ist das Risiko nicht zu unterschätzen, sollte es sich  tatsächlich um eine Bananenspinne handeln. Ein Biss könne auch für  einen gesunden erwachsenen Menschen lebensbedrohlich sein. afp/dpa/AZ

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