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Gründonnerstag
11.04.2021

Bedeutung und Datum: Wann ist Gründonnerstag 2022?

Ein Brauch am Gründonnerstag in der Kirche ist die Fußwaschung. Um die Welt gingen Bilder, wie Papst Franziskus Strafgefangenen in Rom die Füße wusch.
Foto: L'Osservatore Romano, dpa (Archivbild)

Der Donnerstag vor Ostern heißt Gründonnerstag. Woher kommt der Name? Wir erklären die Bedeutung.

Vor Ostern wird Gründonnerstag gefeiert. An diesem Tag gedenken Christen des letzten Abendmahls Jesu mit seinen Jüngern, bevor er am darauffolgenden Karfreitag am Kreuz hingerichtet wurde.

Datum: Wann ist Gründonnerstag 2022?

Gründonnerstag ist immer am Donnerstag vor Ostern und 2022 damit am 14. April.

Ist Gründonnerstag ein gesetzlicher Feiertag in Deutschland?

Ein offizieller Feiertag ist Gründonnerstag nicht. Gründonnerstag ist aber ein sogenannter stiller Tag. Das bedeutet, dass in Bayern Tanzverbot gilt - und zwar ab 2 Uhr morgens. Dieses geht dann direkt ins Tanzverbot an Karfreitag über, welches um Mitternacht beginnt. Karfreitag ist dann auch ein gesetzlicher Feiertag.

Bedeutung: Woher kommt der Name Gründonnerstag?

Der Name Gründonnerstag geht möglicherweise auf das mittelhochdeutsche Wort "greinen" (wehklagen) zurück. Nach dem letzten Mahl wird Jesus von Judas verraten. Zuvor bat er seine Jünger, zum Gedächtnis an seinen Tod künftig gemeinsam das Abendmahl zu feiern.

Es gibt allerdings auch andere Theorien, woher das "Grün" stammen könnte - etwa von dem Brauch, an diesem Tag besonders grünes Gemüse zu essen, der als Teil des Fastengedankens die Christianisierung überlebte. Auch die Vorstellung einiger alter Naturreligionen, dass dieser Tag für die erste Frühjahrssaat besonders geeignet sei, wird bisweilen ins Spiel gebracht.

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Welche Bräuche gibt es heute an Gründonnerstag?

Für die Christen ist der Gründonnerstag ein wichtiger Tag in der wichtigen Karwoche. Bei der Abendmahlmesse am Gründonnerstag läuten nach katholischer Tradition alle verfügbaren Glocken der Kirche. Dann verstummen sie aus Trauer um den Tod Jesu am Kreuz bis zur Osternachtsfeier, wenn die Auferstehung Christi gefeiert wird. Im Volksmund heißt es, die Glocken seien nach Rom geflogen, um beim Heiligen Vater zu beichten und um Segen zu bitten.

In vielen Gemeinden wird dazu der Brauch gepflegt, dass Ministranten durch die Straßen ziehen und die Gläubigen mit hölzernen Rätschen zum Gebet rufen.

Auch wenn von der Fußwaschung nur im Johannesevangelium berichtet wird und dieser Brauch in vielen Gemeinden nicht mehr praktiziert wird, so ist doch dieser symbolische Akt des Dienens und der Reinigung bis heute offizieller Bestandteil der Gründonnerstagliturgie der katholischen Kirche. Die Bilder des Papstes Franziskus, damals noch Kardinal Jorge Maria Bergoglio, wie er in einem Armenviertel in Buenos Aires Füße wäscht, gingen um die Welt. (AZ)

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