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Papua-Neuguinea

24.03.2013

Kannibale und Vergewaltiger: "Schwarzer Jesus" auf der Flucht

Auf der Insel Papua-Neuguinea ist es 49 Häftlingen gelungen aus dem Gefängnis auszubrechen. Unter ihnen ist offenbar auch der "Schwarze Jesus". Er gilt als höchst gefährlich.

Großfahndung im pazifischen Inselstaat  Papua-Neuguinea. Dort ist 49 Häftlingen gelungen aus einem  Gefängnis in der östlichen Provinz Madang auszubrechen. Einer der Entflohenen ist der als "Schwarzer  Jesus" bekannte Sektenführer Stephen Tari, wie der australische  Fernsehsender ABC am Sonntag berichteten.

"Schwarzer  Jesus": Vergewaltiger und Kannibale

Er saß wegen der  Vergewaltigung mehrerer Mädchen in Haft und steht zudem unter  Kannibalismus-Verdacht.

Tari sei eine Gefahr für die Frauen im Land und müsse gefasst  werden, sagte der Polizeichef der Provinz, Jacob Bando, dem  TV-Sender. Auch die anderen Entflohenen seien sehr gefährlich und  möglicherweise bewaffnet, warnte er. Nach Angaben der  Gefängnisverwaltung war den Häftlingen bereits am Donnerstag die  Flucht gelungen. Sie nutzten demnach einen unbeobachteten Moment  während des Schichtwechsels der Wärter aus.

Die Sekte soll auch den Kannibalismus praktiziert haben

Tari war 2010 wegen der Vergewaltigung von Mädchen verurteilt  worden, die zu seiner Sekte gehörten. Die Gruppierung zählte damals  mehrere tausend Anhänger, Tari selbst umgab sich mit einer Gruppe  bewaffneter Leibwächter. Nach der Festnahme des Anführers wurden  Vorwürfe laut, dass die Sekte Kannibalismus praktiziere und  rituelle Blutopfer darbringe.

Im verarmten Papua-Neuguinea sind der Glaube an schwarze Magie  und Hexerei verbreitet, auch Kannibalismus kommt immer wieder vor.  Im vergangenen Jahr wurden mehrere Dutzend Menschen festgenommen,  die Mitglieder einer kannibalistischen Sekte gewesen sein sollen.  Ihnen wurde vorgeworfen, mindestens sieben Menschen getötet und  teilweise gegessen zu haben. dpa

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