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Katholische Kirche
16.05.2016

Kardinal Lehmann wird 80 und geht in den Ruhestand

Kardinal Karl Lehmann war 33 Jahre Mainzer Bischof und 21 Jahre Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Nun geht er in den Ruhestand.
Foto: Boris Roessler (dpa)

Der Mainzer Kardinal Lehmann geht in den Ruhestand. Lehmann wird am Pfingstmontag 80 Jahre alt und war mehr als zwanzig Jahre lang Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz.

Das Bistum Mainz verabschiedet sich am Pfingstmontag von seinem langjährigen Bischof Kardinal Karl Lehmann, einem der beliebtesten Katholiken Deutschlands. Mit einem Festgottesdienst und einem Festakt ehren Prominente und Weggefährten ihn an seinem 80. Geburtstag.

Kardinal Lehmann war 33 Jahre lang Mainzer Bischof

Mit Lehmanns Rückzug endet eine Ära: 33 Jahre war er Mainzer Bischof, 21 Jahre auch Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Erwartet wird, dass der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Nikola Eterovic, in dem Gottesdienst Lehmanns Rücktrittswunsch aus Altersgründen im Namen des Papstes annimmt. Damit wäre das Bischofsamt vorerst vakant.

Kardinal Lehmann war einer der bekanntesten Kardinäle in Deutschland, der sich immer wieder in die Tagespolitik einmischte. Erst am Pfingstsonntag hatte sich Lehmann gegen Gespräche mit der Alternative für Deutschland abgelehnt.

Lehmann - ein politisch engagierter Kardinal

Das Grundmuster der Partei und das nationalistische "Gerüchlein" seien ihm zu groß, sagte der 79-Jährige im Interview des Deutschlandfunks. "Da würde ich also im jetzigen Stadium nicht mitmachen." Zugleich zeigte er sich beunruhigt über die hohen Wahlergebnisse der AfD bei den jüngsten Landtagswahlen. Lehmann räumte ein: "Vielleicht ist die Zurückweisung allein auf die Dauer kein Heilmittel."

Vom "christlichen Abendland" spreche er nicht mehr, weil die falschen dieses Wort nutzen, sagte Lehmann. Er habe das Wort nicht mehr gebraucht, "obwohl ich eigentlich wirklich Europäer und Abendländer bin und auch bleibe". Er spreche lieber von Europa. dpa/AZ

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