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Porträt

28.04.2018

Michelle Pfeiffer: Auf Umwegen zum Sexsymbol

Am Sonntag wird Michelle Pfeiffer 60 Jahre alt. Die Kalifornierin erfand sich ständig neu.
Bild: Ray Tang, dpa

Michelle Pfeiffer erfand sich immer wieder neu. Zuletzt spielte sie eine Witwe im „Mord im Orient-Express“. Dabei wäre sie fast Gerichtsreporterin geworden.

Kritiker nannten ihren Namen in einem Zug mit Greta Garbo oder Marilyn Monroe – die Diven aus Hollywoods goldenem Zeitalter. Das Magazin People wählte sie zweimal zu einer der 50 schönsten Frauen der Welt. Michelle Pfeiffer selbst dagegen findet ihre Hände zu groß – und gewann 1978 trotzdem die Miss-Wahlen von Orange County. Damit begann ihre Karriere im Showbiz.

Geboren in einem Vorort von Los Angeles, begeisterte sich die Tochter eines Heizungsmonteurs eher für Malerei und Tanz, an Schulaufführungen nahm sie nur selten teil. Sogar eine Ausbildung zur Gerichtsreporterin begann sie. Doch nach den Miss-Wahlen änderte sich alles. Anfangs trat sie noch in kleinen Rollen in Serien auf, bevor Pfeiffer 1983 neben Al Pacino als kokainsüchtiges Gangsterliebchen in Brian De Palmas „Scarface“ ihren Durchbruch feierte.

Mit den „Hexen von Eastwick“ erreichte sie den Filmhimmel Amerikas. Doch Pfeiffer blieb bescheiden, zurückhaltend. „Wenn sich die Gelegenheit bot, eine Figur zu spielen, bei der es nicht um Schönheit ging, stürzte ich mich drauf“, sagte sie einmal. Ihre Rollenwahl galt als vorsichtig. „Gefährliche Liebschaften“ und „Die fabelhaften Baker Boys“ brachten ihr Oscar-Nominierungen ein, letztlich gewann sie aber nur den Golden Globe.

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Michelle Pfeiffer überzeugte in vielen Rollen

Die Zeit erklärte Pfeiffer 2009 nachträglich zum Sexsymbol der 1990er. Wenig überraschend wenn man an ihre Rolle der peitschenschwingenden und ledertragenden Catwoman im Film „Batmans Rückkehr“ von 1992 denkt. Aber sie kann auch anders: Nur ein paar Jahre später spielte sie eine Lehrerin in einer Problemschule, die mit Lyrik und Gefühl die untereinander verfeindeten Ghetto-Kinder zu einer Einheit werden lässt. Die Kritiker waren gespalten. Ihre Karriere nahm einen leichten Knick. Auch die folgenden zwei Filme – „Aus nächster Nähe“ mit Robert Redford und „Tage wie dieser ...“ mit George Clooney – wurden negativ bewertet. Das Publikum sah Pfeiffer trotzdem gerne, denn die Filme waren Kassenknüller.

Immer wieder pausierte die Schauspielerin, kehrte aber immer erfolgreich zurück. „Ich finde es nicht ungewöhnlich, mal längere Zeit nicht zu arbeiten“, sagt sie. 2017 spielte sie neben Robert De Niro in der Serien-Produktion „The Wizard of Lies“, die wahre Geschichte des Anlagenbetrügers Bernie Madoff, eine Hauptrolle. Und in der Neuverfilmung des Krimi-Klassikers „Mord im Orient-Express“ eine mysteriöse Witwe.

Im wahren Leben ist Michelle Pfeiffer ein zweites Mal mit dem TV-Produzenten David Kelley verheiratet. Neben einer Adoptivtochter hat sie noch einen leiblichen Sohn, der 1994 zur Welt kam. In ihrer Freizeit kocht die Schauspielerin gerne, die jeden Rummel meidet und ihre Privatsphäre abschirmt. Ob ihr das auch am morgigen Sonntag gelingt? Da wird Pfeiffer 60 Jahre alt.

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