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Harvey Weinstein

04.10.2019

Missbrauchsprozess gegen Weinstein beginnt im Januar in New York

Weinstein wollte vor Gericht erreichen, dass der Prozess nicht in New York stattfindet.
Bild: Seth Wenig, dpa (Archiv)

Harvey Weinstein hatte über seine Anwälte versucht, den Missbrauchsprozess gegen ihn aus New York heraus zu verlegen. Das Gericht lehnte die Verschiebung ab.

Schlappe für Harvey Weinstein: Der Prozess gegen den Ex-Hollywoodmogul wegen sexuellen Missbrauchs wird nicht aus New York heraus verlegt, wie ein Gericht am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte.

Harvey Weinstein befürchtet "Hysterie" durch Medien-Aufmerksamkeit

Weinstein hatte über seine Anwälte versucht, den Prozess gegen ihn auf die Halbinsel Long Island oder in die Stadt Albany verlegen zu lassen, weil er in New York eine "Zirkus-artige Atmosphäre" und "Hysterie" durch die Aufmerksamkeit der Medien befürchtete. Für die Ablehnung der Verschiebung gaben die Richter keinen Grund an.

Der Missbrauchsprozess gegen Weinstein soll im Januar 2020 beginnen. Ursprünglich war der Prozessauftakt für Mai geplant gewesen, dann auf Juni und schließlich auf September verschoben worden.

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Der zunächst für September angesetzte Prozessbeginn gegen den früheren Filmproduzenten wurde wegen einer neuen Anklage verschoben.

Prozess gegen Weinstein: Bei der Anklage in New York geht es nur um zwei Fälle

Die Staatsanwaltschaft musste vor Gericht eine neue Anklage präsentieren, damit sie unter anderem den Fall eines anderen mutmaßlichen Opfers von Weinstein in den Prozess aufnehmen konnte. Dabei handelt es sich um die Schauspielerin Annabella Sciorra, die einst bei den "Sopranos" mitgespielt hatte.

Mehr als 80 Frauen hatten dem 67-Jährigen seit 2017 sexuelle Übergriffe vorgeworfen, darunter auch namhafte Schauspielerinnen. Bei der Anklage in New York geht es allerdings nur um zwei Vorfälle aus den Jahren 2006 und 2013. Dem Ex-Filmmogul werden Vergewaltigung, kriminelle sexuelle Handlungen und räuberische sexuelle Übergriffe vorgeworfen. Weinstein beteuert, jegliche sexuelle Handlungen seien einvernehmlich erfolgt. (dpa)

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