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Schönheitswettbewerb

11.09.2018

Nia Franklin ist neue "Miss America": Wahl nach #MeToo ohne Badeanzug

Nia Franklin ist die neue Miss America.
Bild: Noah K. Murray, dpa

Nia Franklin aus New York ist zur "Miss America" 2019 gewählt worden. Im Zuge der #MeToo-Debatte wurde die Kategorie "Badeanzug" aus dem Programm genommen.

Die Kunststudentin Nia Imani Franklin ist zur Miss America 2019 gekürt worden. Bei der Preisverleihung am Sonntag in Atlantic City im US-Bundesstaat New Jersey bekam die 25-Jährige die Krone von Cara Mund, Miss America 2018, überreicht.

Nia Franklin stammt zwar aus North Carolina, trat aber für den US-Bundestaat New York an, wo sie lebt und im Juni Miss New York wurde. In ihrer Rede sagte sie: "Als New Yorkerin weiß ich, was es bedeutet, hart zu arbeiten." Als Künstlerin wolle sie dazu beitragen, dass "Studenten Zugang zu einer qualifizierten Ausbildung erhalten". Der Titel Miss America ging zum siebten Mal an eine Miss New York. Als Preis erhielt Franklin ein Stipendium in Höhe von 50.000 US-Dollar.

 

Nach #MeToo: Keine Badmode mehr bei "Miss America"-Wahl

Erstmals in der 98-jährigen Geschichte des Wettbewerbs fiel die Kategorie "Badeanzug" weg. Stattdessen mussten die 51 Kandidatinnen Fragen ihrer Konkurrentinnen beantworten. Hintergrund hierfür ist die aktuelle #MeToo-Debatte. "Wir sind kein Schönheitswettbewerb mehr", erklärte die Kuratoriumsvorsitzende Gretchen Carlson. "Wir erleben in unserem Land eine kulturelle Revolution, bei der Frauen den Mut finden, aufzustehen und sich in vielen Bereichen Gehör verschaffen." In einer Sendung des Senders ABC erklärte sie, dass Teilnehmerinnen nicht länger nach ihrem Aussehen beurteilt werden sollten. "Das ist enorm."

Im Dezember wurde der Chef der Miss-America-Organisation, Sam Haskell, nach einem Skandal über beleidigende E-Mails vom Dienst suspendiert. In diesen hatte er sich unter anderem abfällig über Aussehen, Körpergewicht und Sex-Leben ehemaliger Schönheitsköniginnen geäußert. Dutzende frühere Schönheitsköniginnen forderten Haskells Rücktritt.

Auch bei der Wahl zur "Miss Germany" fällt die Bademode weg

Auch beim deutschen Pendant , der Wahl zur "Miss Germany", werden die Kandidatinnen künftig nicht mehr in Bademode zu sehen sein. Stattdessen präsentieren sich die Damen ab der Wahl 2019 in einem Sommer-Outfit, wie der Veranstalter mitteilte.

"Wir brauchen keine Bademode, um die Teilnehmerinnen wirklich kennenzulernen", sagte "Miss Germany"-Geschäftsführer Max Klemmer. "Wir wollen die Miss Germany als Persönlichkeit herausstellen", sagte Klemmer. "Dafür war der Bikini-Durchgang nicht sehr relevant."

Die Neuerung soll auch für die Männer gelten. Die "Mister Germany"-Kandidaten sollen in der einstigen Badehosen-Runde nun in Jeans und sommerlichen Hemden auflaufen. (dpa/AZ)

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