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Nordirak
16.12.2018

Mossul baut vom IS zerstörte Moschee wieder auf

Überreste der Al-Nuri-Moschee, in der der sogenannte "Islamische Staat" das Kalifat verkündete, stehen in der Altstadt. Nun wird das historische Gebetshaus wieder aufgebaut.
Foto: Oliver Weiken, dpa (Archiv)

Die nordirakische Stadt Mossul hat mit dem Wiederaufbau der von der Terrormiliz Islamischer Staat zerstörten Al-Nuri-Moschee begonnen.

Mehr als ein Jahr nach der Zerstörung der Großen Moschee in der nordirakischen Stadt Mossul durch den IS hat der Wiederaufbau des historischen Gebäudes begonnen. Bei einer kleinen Feier in der Altstadt von Mossul wurde am Sonntag der Grundstein gelegt. Neu errichtet werden soll auch das berühmte schiefstehende Minarett, ein Wahrzeichen der Stadt. 

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hatte die Moschee im Sommer 2017 gesprengt, als der Kampf um die ehemalige Dschihadistenhochburg in den letzten Zügen lag. Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) geben nach einem Abkommen mit der UN-Kulturorganisation Unesco und dem Irak rund 50 Millionen Dollar (41 Millionen Euro) für den Wiederaufbau von Mossuls Kulturerbe - darunter auch die Moschee. 

In Mossuls Al-Nuri-Moschee verkündete der IS das Kalifat

Das Gebetshaus geht auf das 12. Jahrhundert zurück und ist auch als Al-Nuri-Moschee bekannt. Das schiefstehenden 45 Meter hohe Minarett wird auch "Al-Hadba" ("Die Gekrümmte") oder scherzhaft "Der schiefe Turm von Mossul" genannt. Ungeeignetes Baumaterial und Wind sollen für die Schieflage verantwortlich gewesen sein.

Die Große Moschee Mossuls hatte auch eine immense symbolische Bedeutung für das vom IS ausgerufene Kalifat. Dort zeigte sich IS-Chef Abu Bakr al-Bagdadi Anfang Juli 2014 erstmals öffentlich. (dpa)

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